Maria

Sie ist 67 und Rentnerin. Als Lehrerin hat sie angehenden Lehrern beigebracht wie unterrichtet wird. Das kann ich mir gut vorstellen, als sie mit ihrem sympathischen Lächeln und voller Power in meinem Studio steht.

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Maria hat 2 Söhne und 2 Enkelkinder und Anfang des Jahres wurde bei ihr ein 1,8 cm großer Krebs entdeckt. Es war am 13. Februar 2016, gerade mal 4 Monate nach der ihrer letzten Mammographie. Es folgte die OP, bei der, außer dem Tumor, auch 2 Lymphknoten entfernt wurden. Dann die Chemo, bei der Ihre Haare ausgingen, die im Moment jedoch schon wieder wachsen. Als sie kam, trug sie eine Perücke.

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Als sie diese abzog kam, wie von mir erwartet, eine ganz Andere zu Vorschein. Eine Weise, eine Kriegerin, eine Siegerin und ihre spezielle Fähigkeit war zu spüren, erfüllte den Raum.

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Was für eine tolle Frau!

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Kristina

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Mit einer Vespa kam sie aus Köln nach Düsseldorf. Am 8. Oktober wird sie 40 Jahre alt und arbeitet im Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei einer Hilfsorganisation. Sie hat ein tolles Lachen und eine positive Ausstrahlung. Ihre Haare waren immer lang und ihr Hobby ist die Fotografie.

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Es war bei einer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung, bei der sie zuerst die IGEL-Leistungen nicht eingeplant hatte, die sind ihr einfach zu teuer. Kristina hat sich jedoch spontan beim Termin um entschieden. Worüber sie nun sehr glücklich ist, denn, weil beim Ultraschall etwas gesehen wurde und eine Mammographie und dann ein Stanzbiopsie kam, weiß sie, dass sie Brustkrebs hat. Das war Ende Januar 2016.

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Ich bin im falschen Film, war ihr erster Gedanke. Der Krebs war 1,3 cm groß und nach der ersten OP stellte der Pathologe fest, dass wohl nicht alles vom befallenen Gewebe entfernt worden war und sie musste erneut unter das Messer der Chirurgen.

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Ihr Krebs ist Hormonabhängig. Die Chemotherapie wurde angesetzt, weil auch jede versprengte Krebszelle in ihrem Körper vernichtet werden sollte. Die Lymphknoten von Kristina waren nicht befallen.
Z.Zt. hat sie noch 6 weiter Chemo-Behandlungen vor sich und dann muss sie erneut unter’s Messer. Durch die Chemo verlor Kristina ihre Haare, die sie eigentlich nie abschneiden wollte.
Als die ersten Haare ausgingen, so erzählt sie mir, hat sie zusammen mit Freunden eine bad hair party gemacht und sich eine Glatze rasieren lassen. Als sie die Perücke aufsetzte, fühlte sie sich wie im Karneval und entschied sich für Mützen. Doch sie sagt auch, dass sie ihre Glatze gar nicht so „dramatisch“ fand, wie sie befürchtet hatte. Ich bin ja der Meinung, dass Frauen mit Glatze, eine ganz besondere Schönheit haben.

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Kristina schieb, nachdem sie die Fotos gesehen hat:
Liebe Beate, 
wow, die gefallen mir richtig gut!!!!

Ganz besonders mag ich das 12. Bild. Ich entdecke mich in dieser Zeit der Therapie vielfach neu…und das Thema Haare und Glatze spielt dabei natürlich eine sehr große Rolle. Das Bild mag ich, denn es zeigt genau diesen Moment, in dem ich mich einfach total wohl fühle so wie ich gerade – trotz Krankheitsspuren – bin. Ja, ich mag meine Glatze 😉

Danke dass ich Teil deines Projektes bin. Die Bilder und Geschichten der anderen Frauen haben mich berührt und Mut gemacht – die Stärke und positive Einstellung, die Ausstrahlung und Schönheit. Und ich hoffe dass auch meine Bilder andere betroffene Frauen ermutigen und ich ihnen ein kleines Etwas für ihren Kampf gegen den Krebs mit auf den Weg geben kann.

Viele Grüße aus Köln, 
Kristina

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Es geht weiter…

Die Auswahl der Motive für die Ausstellung ist abgeschlossen, denn irgendwann musste das sein. Ich hoffe, es ist richtig so, wie ich es gemacht habe. Wissen tue ich es nicht.
11 Frauen habe ich bisher portraitiert. Ihre Gemeinsamkeit? Aufgrund einer Chemo hatten sie alle eine Glatze. Für die kommende Woche habe ich einen weiteren Termin. Sie ist Mutter von drei Kindern und bekommt aktuell ein Chemotherapie. Bei ihr wurde zum zweiten mal Brustkrebs diagnostiziert.

Es schockt mich immer noch, wenn ich diese Fakten erfahre.

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Marzena

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In Polen geboren ist sie und hat das Löten als Handwerk erlernt, bevor sie nach Deutschland kam, um in Wuppertal Kinder zu betreuen. Das ist inzwischen 20 Jahre her und seit 2007 ist sie mit dem Familienvater verheiratet und die beiden haben inzwischen 4 Enkel. Sie ist eine quirlige Frau, mit strahlenden Augen und sie mag Grünkohl, auch, wenn sie der Meinung ist, das polnisches Essen besser ist, als das, was wir hier in Deutschland kochen.
Sie trägt eine Perücke und, wie jedesmal, wenn die Frauen sie abziehen, entdecke ich eine ganz besondere Schönheit; ja wirklich. Ich sehe nicht Krankheit oder Leid, nein Schönheit mit einem Strahlen, einem ganz besonderen Strahlen.

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Im April 2010 wurde bei ihr, oberhalb der linken Brust, eine Krebsgeschwulst von 4 cm Größe entdeckt. Diese wurde Brusterhaltend entfernt, ebenso Lymphknoten. Sie bekam eine Chemotherapie und ging von da an regelmäßig zu den Nach- und Vorsorgeuntersuchungen, 2x im Jahr.

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Ihre Ärztin meinte, sie müsse nicht mehr so oft kommen, doch mit diesem Gedanken konnte Marzena sich nicht anfreunden. Wie Recht sie hatte, erfuhr sie dann im März 2016. Da  wurde in der gleichen Brust ein 8 mm großer, wieder sehr bösartiger Krebs entdeckt. Am 10. Mai wurde ihr ein großer Teil der linken Brust abgenommen und seit dem bekommt sie wieder eine Chemotherapie.

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Sie und ihr Mann nehmen das Ganze mit viel Humor, denn nach der Behandlung des Krebses, wird die rechte Brust in der Größe angepasst, also verkleinert. Als die Haare anfingen auszugehen, war es auch ihr Mann, der ihr die Glatze rasierte.

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Wie immer, nach so einem Shooting, bin ich tief bewegt und beeindruckt.

Marzena wünscht sich, das mehr Frauen, in ihrer Situation, mutig sind und daran glauben, dass sie den Krebs besiegen werden – was ich ihr von ganzem Herzen wünsche.

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Die Ausstellung

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Es sind nur noch 6 Wochen bis zur Ausstellungs-Vernissge.

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Ich war erschrocken, als ich das heute Vormittag feststellte und habe mich hingesetzt und eine Einladung entworfen.

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In der nächsten Woche sehe ich mir an, wie die Wandbilder aussehen werden und bestelle diese dann entgültig. Und nun muss ich mich entscheiden, welche der Motive in die Ausstellung kommen werden, das ist garnicht so einfach.

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Es ist erreicht – das Fundingziel!!

Mein Crowdfunding hat bereits 5 Tage vor dem letzten Tag sein Ziel erreicht –  das ist so großartig, ich freu mir gerade ein Loch in den Bauch.

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Das heißt natürlich nicht, dass dies das Ende bedeutet, nein, es kann auch weiter noch unterstützt werden, ehrlich, das wäre toll, einfach nur großartig wäre das.

Damit steht fest, es wird eine Ausstellung geben, die dann auch wandern kann, also, wenn es bereits Interessierte gibt, einfach melden, damit ich die Termine koordinieren kann. mail (at) beateknappe.de