Oktober – Monat des Brustkrebs

Ja, der Oktober ist der Monat, in dem das Thema Brustkrebs verstärkt in der Öffentlichkeit kommuniziert wird. Darum habe ich entschieden, in diesem Monat weiter Frauen für diese Serie von Portraits in mein Studio für ein Fotoshooting einzuladen.

Die Bedingung für ein kostenloses Portraitshooting ist, das die Frau, aufgrund der Chemotherapie, gerade keine Haare mehr hat.

Bei Interesse einfach bei mir per eMail melde

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Katrin

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für diese Fotosession hat sie, zusammen mit einer Freundin, eine mehrstündige Autofahrt auf sich genommen.

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Nee, eine Perücke, einen Fiffie, wie sie es nennt, kam nicht in Frage und landete gleich in der Verkleidungskiste ihrer Tochter. Wenn es kalt wird trägt sie Mützen.

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Katrin ist studierte Pädagogin und 36 Jahre alt. Sie hat ihre zweite Tochter noch gestillt, als sie eine Auffälligkeit in ihrer Brust bemerkte. Eine Stanzbiopsie brachte die Bestätigung: Brustkrebs. Das war im letzten August.

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Obwohl es immer hieß, es sei nur ein „Vorstufe“ von Krebs, wurde ihre rechte Brust entfernt, im Moment macht sie ein Chemotherapie und bekommt anschließend noch Bestrahlung.

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Sie hat ausdrucksstarke Augen und so ein Strahlen darin, wenn sie von ihren beiden Töchtern spricht und ihrer Mann, mit dessen Kindern sie in einer Patchworkfamilie lebt.

„Wenn es eine schafft dann Du!“

Waren die Worte ihres Mannes, als er es erfuhr.

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Und wieder bin ich tief beeindruck von Katrins Schönheit und ihrer positiven Ausstrahlung.

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Maria

Sie ist 67 und Rentnerin. Als Lehrerin hat sie angehenden Lehrern beigebracht wie unterrichtet wird. Das kann ich mir gut vorstellen, als sie mit ihrem sympathischen Lächeln und voller Power in meinem Studio steht.

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Maria hat 2 Söhne und 2 Enkelkinder und Anfang des Jahres wurde bei ihr ein 1,8 cm großer Krebs entdeckt. Es war am 13. Februar 2016, gerade mal 4 Monate nach der ihrer letzten Mammographie. Es folgte die OP, bei der, außer dem Tumor, auch 2 Lymphknoten entfernt wurden. Dann die Chemo, bei der Ihre Haare ausgingen, die im Moment jedoch schon wieder wachsen. Als sie kam, trug sie eine Perücke.

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Als sie diese abzog kam, wie von mir erwartet, eine ganz Andere zu Vorschein. Eine Weise, eine Kriegerin, eine Siegerin und ihre spezielle Fähigkeit war zu spüren, erfüllte den Raum.

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Was für eine tolle Frau!

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Kristina

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Mit einer Vespa kam sie aus Köln nach Düsseldorf. Am 8. Oktober wird sie 40 Jahre alt und arbeitet im Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei einer Hilfsorganisation. Sie hat ein tolles Lachen und eine positive Ausstrahlung. Ihre Haare waren immer lang und ihr Hobby ist die Fotografie.

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Es war bei einer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung, bei der sie zuerst die IGEL-Leistungen nicht eingeplant hatte, die sind ihr einfach zu teuer. Kristina hat sich jedoch spontan beim Termin um entschieden. Worüber sie nun sehr glücklich ist, denn, weil beim Ultraschall etwas gesehen wurde und eine Mammographie und dann ein Stanzbiopsie kam, weiß sie, dass sie Brustkrebs hat. Das war Ende Januar 2016.

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Ich bin im falschen Film, war ihr erster Gedanke. Der Krebs war 1,3 cm groß und nach der ersten OP stellte der Pathologe fest, dass wohl nicht alles vom befallenen Gewebe entfernt worden war und sie musste erneut unter das Messer der Chirurgen.

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Ihr Krebs ist Hormonabhängig. Die Chemotherapie wurde angesetzt, weil auch jede versprengte Krebszelle in ihrem Körper vernichtet werden sollte. Die Lymphknoten von Kristina waren nicht befallen.
Z.Zt. hat sie noch 6 weiter Chemo-Behandlungen vor sich und dann muss sie erneut unter’s Messer. Durch die Chemo verlor Kristina ihre Haare, die sie eigentlich nie abschneiden wollte.
Als die ersten Haare ausgingen, so erzählt sie mir, hat sie zusammen mit Freunden eine bad hair party gemacht und sich eine Glatze rasieren lassen. Als sie die Perücke aufsetzte, fühlte sie sich wie im Karneval und entschied sich für Mützen. Doch sie sagt auch, dass sie ihre Glatze gar nicht so „dramatisch“ fand, wie sie befürchtet hatte. Ich bin ja der Meinung, dass Frauen mit Glatze, eine ganz besondere Schönheit haben.

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Kristina schieb, nachdem sie die Fotos gesehen hat:
Liebe Beate, 
wow, die gefallen mir richtig gut!!!!

Ganz besonders mag ich das 12. Bild. Ich entdecke mich in dieser Zeit der Therapie vielfach neu…und das Thema Haare und Glatze spielt dabei natürlich eine sehr große Rolle. Das Bild mag ich, denn es zeigt genau diesen Moment, in dem ich mich einfach total wohl fühle so wie ich gerade – trotz Krankheitsspuren – bin. Ja, ich mag meine Glatze 😉

Danke dass ich Teil deines Projektes bin. Die Bilder und Geschichten der anderen Frauen haben mich berührt und Mut gemacht – die Stärke und positive Einstellung, die Ausstrahlung und Schönheit. Und ich hoffe dass auch meine Bilder andere betroffene Frauen ermutigen und ich ihnen ein kleines Etwas für ihren Kampf gegen den Krebs mit auf den Weg geben kann.

Viele Grüße aus Köln, 
Kristina

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Kalender 2017

Kalender fuck you Cancer

Heute habe ich aus den Fotos der 12 Frauen, die ich bisher portraitiert habe, einen Entwurf für einen Wandkalender  2017 gemacht, so sieht er aus.

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Der Kalender ist 30 x 30 cm groß und hat oben eine Spirale.02

 

Dieser hochwertige Kalender kann für € 40,00 bestellt werden. Der Betrag deckt die Druckkosten und ermöglicht mir weitere Frauen, ohne Berechnung zu portraitieren. Der Betrag beinhaltet auch die Versandkosten.




Die Serie

Auf dieser Seite sind alle am Projekt beteiligten Frauen versammeln.
Durch das Anklicken der einzelnen Bilder gelangst Du zur ganzen Serie der jeweiligen Frau.

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Kirsten

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Wie alle Frauen mit Glatze, die ich bisher fotografiert habe, hat auch Kirsten diese Superkraft. An die kann sie sich bei Belieben andoggen und auftanken. Kirsten, hat drei Töchter, 2, 8 und 15 Jahren alt und lebt in einer Patchworkfamilie.

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Auch mein Bedürfnis nach Romantik konnte sie mit der Geschichte stillen, wie sie ihren zweiten Mann kennengelernt hat, ich liebe solche Geschichten.

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Bei Kirsten, 41, wurde das zweite Mal Brustkrebs diagnostiziert.

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Im Oktober 2014 ist Kirsten das erste Mal an Brustkrebs erkrankt. Die Diagnose lautete: Befallene Lymphknoten, und beidseitig Brustkrebs. Triple Negativ, G3, mit hohem Ki-Wert und hormon positives DCIS. Der Gentest ergab BRCA 2. Sie ließ sich beide Brüste abnehmen ohne Aufbau und hatte eine Strahlentherapie. Ihr wurden die Eierstöcke sowie die Gebärmutter entfernt.

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Als sie heute in mein Studio kam, hatte sie gerade die vierte Chemo hinter sich. Ihre Augen strahlten. Vor allem, als sie über ihre Töchter sprach. Sie ist eben eine stolze Mutter von drei Töchtern. Die müssen sich, wenn sie alt genug sind, untersuchen lassen und Entscheidungen treffen.

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Kirsten ist eine wunderschöne, beeindruckende Frau, voller Kraft und Mut, sie hat mich tief beeindruckt.

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Jeder dieser Begegnungen macht mich demütig und dankbar der Tatsache gegenüber, dass ich bereits so alt werden durfte wie ich heute bin und, dass es in meiner Familie, im Gegensatz zur Kerstins Familie, keine Krebserkrankung gegeben hat.

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Marzena

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In Polen geboren ist sie und hat das Löten als Handwerk erlernt, bevor sie nach Deutschland kam, um in Wuppertal Kinder zu betreuen. Das ist inzwischen 20 Jahre her und seit 2007 ist sie mit dem Familienvater verheiratet und die beiden haben inzwischen 4 Enkel. Sie ist eine quirlige Frau, mit strahlenden Augen und sie mag Grünkohl, auch, wenn sie der Meinung ist, das polnisches Essen besser ist, als das, was wir hier in Deutschland kochen.
Sie trägt eine Perücke und, wie jedesmal, wenn die Frauen sie abziehen, entdecke ich eine ganz besondere Schönheit; ja wirklich. Ich sehe nicht Krankheit oder Leid, nein Schönheit mit einem Strahlen, einem ganz besonderen Strahlen.

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Im April 2010 wurde bei ihr, oberhalb der linken Brust, eine Krebsgeschwulst von 4 cm Größe entdeckt. Diese wurde Brusterhaltend entfernt, ebenso Lymphknoten. Sie bekam eine Chemotherapie und ging von da an regelmäßig zu den Nach- und Vorsorgeuntersuchungen, 2x im Jahr.

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Ihre Ärztin meinte, sie müsse nicht mehr so oft kommen, doch mit diesem Gedanken konnte Marzena sich nicht anfreunden. Wie Recht sie hatte, erfuhr sie dann im März 2016. Da  wurde in der gleichen Brust ein 8 mm großer, wieder sehr bösartiger Krebs entdeckt. Am 10. Mai wurde ihr ein großer Teil der linken Brust abgenommen und seit dem bekommt sie wieder eine Chemotherapie.

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Sie und ihr Mann nehmen das Ganze mit viel Humor, denn nach der Behandlung des Krebses, wird die rechte Brust in der Größe angepasst, also verkleinert. Als die Haare anfingen auszugehen, war es auch ihr Mann, der ihr die Glatze rasierte.

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Wie immer, nach so einem Shooting, bin ich tief bewegt und beeindruckt.

Marzena wünscht sich, das mehr Frauen, in ihrer Situation, mutig sind und daran glauben, dass sie den Krebs besiegen werden – was ich ihr von ganzem Herzen wünsche.

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Elke

Was mich zu Anfang des Portrait-Projektes besonders schockte, war die Jugend der betroffenen Frauen.

Gestern war mein „Modell“ 60 Jahre alt, und heute hat Elke alles getoppt, denn sie ist am 25. September 1942 geboren und somit 73 Jahre alt. Sie ist heute Rentnerin und hat als Sozialarbeiterin gearbeitet. Elke ist verheiratet, hat keine Kinder und reist sehr gerne. Alaska, Hurtigruten und Nordeuropa waren ihre liebsten Ziele. In den letzten Jahren ist sie öfters an die Mosel gefahren. Auch das hat ihr gefallen.

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Sie entdeckte eine Veränderung in ihrer rechten Brust im letzten November. 5 cm groß war der schnell wachsende Krebs da bereits.

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Die Brust wurde entfernt und sie hat 4 sehr aggressive Chemotherapien hinter sich und bekommt nun 12 weiter, wöchentlich. Danach werden noch Lymphdrüsen entfernt und Bestrahlung ist geplant.

Elke hat mich durch ihr unglaubliche Energie und positive Ausstrahlung stark beeindruckt.

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Elke hat mir eine Foto von sich gezeigt, auf dem sie noch Haare hat. Und, wie bei all den anderen Frauen auch, fand ich, das war eine ganz andere Frau als die, die heute vor meiner Kamera stand.

MerkenFast auf den Tag genau 1 Jahr später

Heute (Mai 2017)war Elke wieder in meinem Studio

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Heike

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Sie ist Ende Februar 60 geworden, verheiratet, hat drei Kinder und 2 Enkelkinder. Heike ist von Beruf Bürokauffrau und stellte im Dezember 2015 etwas Verdächtiges in ihrer Brust fest.

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Im Januar 2016 wurde ein 1,4 cm großer Krebs entdeckt. Da es auch in der anderen Brust einen Verdacht gab und 3 Lymphknoten entnommen werden mussten, hat Heike sich entschlossen beide Brüste amputieren zu lassen. Sie hat bereits 4 Chemo-Therapien hinter und noch 2 vor sich – und liest sich im Internet schlau, sagt sie.

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Ich denk nur, was für eine wunderschöne Frau, voller Energie und Lebensfreude.
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Sie steht zum esten mal vor einer Kamera und es macht ihr sichtlich Spaß.

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Wir haben darüber diskutiert, ob ich dieses Foto von ihr zeigen sollte, oder nicht. Ich bin Heike unendlich dankar dafür, dass ich dieses Foto machen durfte.

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Ich konnte nicht anders und ich musste diese Fotosession gleich bearbeiten und hie bereitstellen.

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 „Wenn man gegen etwas Hässliches kämpft, muss man die Schönheit in sich sehen können.“ Abbas Khider

Projekt unterstützen

Anna

…habe ich jetzt ein Haltbarkeitsdatum?

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Ihr Partner stand schon immer auf Sinéad O’Connor …

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…und als sie 15 war, wollte sie ein Punk sein, traute sich dann aber nur die Haare wild zu färben. Heute ist sie promovierte Naturwissenschaftlerin und Mutter von Käthe (3) und Adam (1).

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Im Dezember 2015, kurz vor Adams erstem Geburtstag, wurde, aufgrund einer verhärteten Stelle in ihrer rechten Brust, Krebs diagnostiziert.
Das war 6 Wochen nach eine befundfreien Untersuchung durch ihre Frauenärztin.

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Anna ist 34 Jahre alt. Vom Krebs befallenen Lymphknoten wurden ebenfalls gefunden und der vermutete Bandscheibenvorfall entpuppte sich als Metastase.
Das ist eigentlich der Punkt, in dem es, lt. Leitlinien, keine Hoffnung mehr auf Heilung gibt.

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Annas Ärzte waren, angesichts ihrer Jugend, ebenso entsetzt, wie Jeder, der das liest. Gottseidank sind sie auch genauso engagiert im Kampf gegen den Krebs. Daher wurde die Metastase in einer 9stündigen OP entfernt. Sie hatte sich in einem Wirbelkörper verkapselt und Anna hat nun eine Titanstange im Rücken. Ihre rechte Brust wurde komplett entfernt, wie auch einige Lymphknoten. Die Brust wird nun wieder „aufgebaut“. Diese Kette hat sie von einer Freundin, es ihre „Heilungskette“, die wird sie tragen, bis sie krebsfrei ist.

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Seit 5 Wochen bekommt sie eine, speziell auf ihre Krebsart zugeschnittene Chemotherapie, die ein halbes Jahr dauern wird.

Wir kreieren den Begriff KrebsPunk für sie.

Wir reden über ihre beiden Kinder und diese Frau strahlt und strahlt und erst dieses absolut bezaubernde Lächeln.
Das sie im letzten Dezember am absoluten Tiefpunkt ihres Lebens war, ist leicht nachzuvollziehen und auch ihr Wunsch, ihre Kinder heranwachsen zu sehen.

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Sie hatte einen Bericht über mein Projekt „fuck you cancer“ in einer Zeitschrift gefunden und mich angerufen, da ihr der Titel gefällt.

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Die Begegnungen mit den an Krebs erkrankten Frauen, die ich vor einem Jahr angefangen hatte zu porträtieren, hatten mich so mitgenommen, dass ich nicht sicher war, ob ich das Portraitprojekt fortsetze. Habe überlegt und Anna dann eingeladen in mein Studio zu kommen.

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Ich bin sehr froh es getan zu haben, denn Anna ist ein ganz besonderer Mensch. Auch wenn sie ganz nüchtern über ihr Schicksal spricht, leise Verzweiflung anklingt, ist da auch ganz viel Lebensfreude und Energie, positive Energie.

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Wir haben zusammen darüber gelacht, dass es im Leben manchmal so ist, dass wir uns echt mies fühlen und dann nach Hause kommen und das Kind hat Fieber und braucht uns und wir denken, oh nein, jetzt nicht!

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Sie kann z.Zt. ihre Kinder nur bedingt selbst versorgen und hat keine Ahnung, wie sich die nächsten Monate für sie entwickeln werden.

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Sie ist sehr glücklich über ihre Freunde, die eine echte Hilfe sind und stellt sich vor, Enkel zu haben.
Noch nie war ich so dankbar darüber, so alt zu sein.

Amazonen

Ja, diese Frauen sind wagemutige Kämpferinnen, anders kann ich es nicht bezeichnen Kati und Simone.
Simone ist inzwischen krebsfrei und bei Katharina hat die Chemo zu einer Glatze geführt. Die beiden wollten unbedingt zusammen auf ein Foto.

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Simone # 2

Simone war wieder bei mir im Studio.
Heute war sie ganz mutig, denn es war ein besonderes Shooting und ich bin so glücklich, dass ich diese Fotos machen durfte. Sie ist so eine schöne Frau und hat den Krebs besiegt!!.

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Maike

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Heute Vormittag stand sie plötzlich in meinem Studio – diese bildschöne Frau mit Glatze: Maike, 34 Jahre aus Rommerskirchen.

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Die gelernte Buchhändlerin ist heute Diplom-Verwaltungs-Betriebswirtin. Im Februar bekam sie die Diagnose Triple negativer BK. Inzwischen weiß sie, sie ist BRCA 1 positiv.

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Ihre Mutter erkrankte mit 36 Jahren erstmals und ist in 2009 nach der Zweiterkrankung, erst 63 Jahre alt, gestorben. Was für eine Geschichte, oder?

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Bei Maike war nach 16 Chemotherapien vor 2 Wochen Schluss, der 1,4 cm große Tumor verschwunden.

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Sie sieht toll aus, ist voller Energie und Leben. Sie hat so ein Funkeln in den Augen und ich kann nicht aufhören sie anzusehen und frage sie nach ihren „Superkräften“.

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Sie erzählt mir von den super blonden langen Haaren die sie hatte und, dass sie sich mit der Echthaarperücke nicht wohl gefühlt hat. Sie hat sich Eierstockgewebe entnehmen lassen und plant mit ihrem Freund eine Familie zu gründen auch wenn sie am 18.8. eine beidseitige, hautsparende Mastektomie mit gleichzeitigem Silikonaufbau bekommt.
Darauf freut sie sich, denn dann hat sie „endlich“ einen Busen – wir nennen es „Krankheitsgewinn“ und sie lacht. Sie freut sich darauf, dass sie in ein paar Monaten BH’s kaufen wird in Körpchengröße B oder C und erzählt von einer Freundin aus einer der Gruppen, die es im WWW gibt, und in denen sich betroffene Frauen austauschen und unterstützen. Diese Freundin kaufte sich neulich Unterwäsche in Cup C und ist glücklich mit ihrem neuen Busen.

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Maike erzählt von ihrer Liebe zu Irland, dass sie gerne fotografiert und neulich zum ersten mal gemodellt hat und sich auf keinen Fall besiegen lassen wird. Das glaube ich dieser kraftvollen und wunderschönen Frau ohne jeden Zweifel.

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Maike schreibt nach der Veröffentlich unseres Shootings folgendes :

Danke Beate, dass Du mir so eine schöne Zeit bereitet hast! Dass ich bei diesem tollen Projekt mitmachen konnte ist wirklich schön. Zum einen, bekommt man selber einen anderen Blick auf sich…. Zum anderen kann ich vielleicht einigen Frauen Mut machen. Man darf nicht vergessen: wir haben keine Grippe. Die Diagnose zu bekommen fühlt sich an, als würde man mit 180 gegen die Wand fahren. Sie verändert alles, für die Betroffenen, für die Angehörigen, für das ganze Umfeld. Auch ich hatte/habe ganz schwarze Tage, an denen die Angst mich völlig im Griff hat. Die Chemo ist wirklich kein Spaß. Oft dachte ich, dass ich das nicht packe, wollte nicht mehr hin, hab mich elend gefühlt. Ohne die Unterstützung von meinem Freund, seiner und meiner Familie und super Freunden hätte ich das alles nicht so geschafft. Und dabei hatte ich im Verhältnis zu manch anderer noch „Glück“ mit meinen Nebenwirkungen. Was ich aber gelernt habe ist, dass man nicht aufgeben darf und positiv nach vorne schauen muss. Auch der schlimmste Tag hat nur 24 Std.. Ich finde, dass das die Bilder zeigen! Ich bin dankbar, dass die Therapie bei mir bisher so gut verlaufen ist, denn ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.“

Simone

Luzie, der Schrecken der Straße war der Grund warum ihre 4 jährige Tochter heute den Namen Lucy trägt, erzählt mir Simone. Sie ist 33 Jahre alt und von Beruf Anwaltsgehilfin.

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Sie lebt in der Nähe von Aachen und geboren ist sie wie ich, im Bergischen Land. Sie in Elberfeld, ich in Wülfrath, doch dann hören unsere Gemeinsamkeiten schon auf.

20150804-fyc-024Simone ist der Typ Frau, der bei ihrem Gegenüber den Beschützer weckt, so zart und klein wie sie ist.

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Nachdem ihre Mutter 2014, mit 51 Jahren, an Eierstock-Krebs erkrankte, lies Simone den Gentest machen. Sie wollte wissen, ob sie in ihrem Erbgut, auf dem Chromosom 17, das Breast-Cancer-Gen 1 (BRCA1) hat.

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Noch bevor sie das Testergebnis in Händen hatte, entdeckte sie etwas in ihrer Brust und ging zum Arzt. Dort sagte man ihr sie sei zu „jung“ für Krebs, sie solle in ein paar Monaten wieder kommen. Richtig war, dass sie das nicht gemacht hat.

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Sie fand einen Arzt, der sie und ihre Befürchtungen ernst nahm und nach einer Stanzbiopsie wusste sie, sie hatte einen genetisch bedingten, 1.4 cm großen, sehr aggressiven Krebs.
Das zog ihr den Boden unter den Füßen weg.
Sie sagt, dass sie ihre Tochter aufwachsen sehen will, sie möchte deren Hochzeit erleben und Enkelkinder – sie ist eine Kämpferin und auf den Fotos, die ich von ihr mache, entdeckt sie, dass ihr der Besuch der Muckibude doch tatsächlich Muskeln einbringt. Darüber scheint sie sich wirklich zu freuen. Sie hat an dem Marathon-Lauf „Race for the cure“ teilgenommen. Ja, diese kleine zarte Frau ist stark, sehr stark und sehr beeindruckend.

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Nach der vierten Chemotherapie Behandlung ist der Krebs verschwunden. Doch es folgen weiter. Als wir uns unterhalten, hat sie 11 (elf) Chemotherapie Behandlungen durchlitten und nicht einen Tag im Bett verbracht. Das will sie ihrer kleinen Tochter nicht antun.
Inzwischen hat sie kein einziges Haar mehr an ihrem Körper und auch die inneren Haare, wie sie in der Nase und der Lunge vorhanden sind, scheinen ausgefallen zu sein.

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Als sie mein Studio verlässt, ist mir klar, diese Frau hat eine für mich nicht erfassbare Stärke. Sie nennt ihre Glatze „Fleischmütze“. Simone ist für mich eine weitere Heldin in diesem Kampf gegen den Krebs. Sie ist keineswegs so zart, wie sie auf den ersten Eindruck hin wirkt.

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Andrea

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Andrea ist 46 Jahre alt, verheiratet und hat keine Kinder. Sie war fröhlich und aufgeräumt als sie mit einer Freundin in mein Studio kam. Bei Andrea wurde im November 2014 Hormonell bedingter Brustkrebs diagnostiziert. Die befallene Stelle war 8 cm groß. Ihr wurde die befallene Brust komplett entfernt und Ende August 2015 hat sie ein OP zum Wiederaufbau einer neuen Brust. Andrea hatte eine Chemotherapie, in deren Folge sie die Haare verlor. Seit Februar 2015 trägt sie Glatze. Inzwischen wachsen die Haare wieder

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Als sie zu mir kam, trug Andrea ihre Perücke. Ihre Freundin sah sie auch erstmals ohne, als ich sie bat diese abzunehmen. Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie Haare ein Gesicht und somit die Frau verändern.

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Zum Vorschein kam eine andere Frau, ein Kobold, war mein Eindruck. Es klang glaubwürdig, dass sie manchmal nicht weiß wohin mit ihrer Energie. Sie beschäftigt sich gerne mit Möbeln und streicht diese auch. Problematisch findet Andrea ihre Ohren. Die ihr nun, da sie keine Haare mehr hat, irgendwie zu groß waren und abstehen würden.

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Und dann packte sie einen Hut aus.

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Andrea hat mir heute geschrieben:

Ich bin durch die Zeitschrift „Mama Mia“ auf Beate Knappe und Ihr Projekt aufmerksam geworden.Es hat mich sehr neugierig gemacht, und wollte nicht mehr aus meinem Kopf. Ich habe sehr lange überlegt ob ich Sie kontaktiere und mich traue, aber da dachte ich: „ egal, ich mach das, ich mach das für mich..“ und es war eine echt tolle Erfahrung und die richtige Entscheidung. Ich habe soviel tolle Resonanz zu den Fotos bekommen, was mir sehr viel Selbstbewusstsein und Stärke in der Zeit gab.
Ich bin Beate sehr dankbar für dieses Projekt und wünsche Ihr und den Unterstützern eine tolle Ausstellung und das damit viele Frauen erreicht werden und Sie alle sehen, Sie sind damit nicht allein.
Mein Lieblingsspruch:

      Nimm dir Zeit für die Dinge die dich glücklich machen.

Ulla

Das ist Ulla, 41, 177 cm lang. Sie hat zwei Kinder und einen „Lebensgefährten“. Den sie jedoch, wie sich im Laufe des Gesprächs herausstellt, bereits geheiratet hatte, es ist also ihr Ehemann. Wenn sie die Geschichte seines Heiratsantrages erzähl, ist das zum neidisch werden, ehrlich. Es war in Ennigerloh auf dem Mettwurst Markt.
Im März 2015 meinte sie einen Knoten zu ertasten und es stellte sich raus, dass es sich um einen sehr schnell wachsenden Krebs in ihrer Brust handelte. Aus diesem Grund bekommt Ulla, wie sie es nannte, das „volle Programm“ und dass ist erfolgreich, denn der 2 cm große Krebs ist bereits um 2 mm geschrumpft.

Für Ulla ist das Glas immer halb voll und, wenn es ihr gut geht, geht sie zur Arbeit. Sie ist Schulsekretärin und das macht ihr großen Spaß. Ulla lacht gerne und viel und sie strahlt immer, sie ist halt eine Frau die geliebt wird.

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Auf Facebook hat sie folgendes geschrieben:
Beate, in deinem Artikel zu diesem Projekt hast du unter anderem geschrieben, das du Frauen, die ihr Haar durch eine Chemotherapie verloren haben, zeigen willst, das sie trotzdem „weiblich“ sind… und genau das hast du mir in dem Shooting gegeben! Dafür bin ich sehr dankbar! 
Es sind genau solche Situationen, Momente, Begegnungen, Gespräche, Facebook – Kommentare und Gefällt-mir-Klicke, auch das unsichtbare Zunicken, derer, die nicht genau wissen wie sie reagieren sollen und tatsächlich auch das Erkennen der eigenen Stärke, was einem Kraft schenkt.“

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Ulla’s Worte haben mich tief berührt. Als ich mit dem Projekt anfing hatte ich die Idee, den betroffenen Frauen etwas geben zu können. Das es mir tatsächlich gelungen ist macht mich sehr dankbar!

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Katharina

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Heute war Katharina bei mir im Studio. Beide Brüste wurden ihr abgenommen und wieder aufgebaut. Darum trägt sie auch diesen speziellen Verband.

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Sie ist vor 37 Jahren in Osnabrück geboren, lebt mit Mann und 4jährigem Sohn in Mettmann und ertastete Ende Dezember2014 einen Knoten in der Brust.

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Die Mammographie und Stanzbiopsie, auf der sie bestand, erbracht die Diagnose Brustkrebs und zwar eine sehr aggressive Form.

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Morgen beginnt nun ihre 20 wöchige Chemotherapie. Am kommenden Sonntag wird sie sich vorsorglich die Haare abrasieren lassen, da sie ja sowieso ausgehen werden. Im Essener Brustzentrum (Klinikum Essen-Mitte) nimmt sie an einer Studie teil.

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Renate – update

Die erste Chemo hatte sie bereits. Und in dieser Woche bekommt sie die zweite. Renate hat angefangen ihre Geschichte, ihre Gefühle, all das, was eine Frau in ihrer Situation beschäftigt, in einem Blog aufzuschreiben. Sie nennt es SelbstTherapie. Sie beeindruckt mich immer wieder. Hier kommen aktuelle Fotos, denn die wenigen Haare, die sie hat stehen lassen, fallen nun auch aus.

Renate – go girl!!

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Otmar Steinbicker:

Als seit 27 Jahren durch Chemotherapie geheilter Krebspatient wünsche ich allen Kolleginnen den mir gegönnten Erfolg. Ich bewundere ihren Mut, sich dieser Krankheit offensiv zu stellen. Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass ein offensiver Umgang mit dieser Krankheit die Erfolgschancen erhöht. In diesem Sinne wünsche ich allen ein gutes Gelingen! Ich freue mich sehr, dass Du, liebe Beate diesen Prozess mit Deinen besonderen fotografischen Fähigkeiten unterstützt.

Renate

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Renate führt ihr Geschäft schräg gegenüber von meinem Studio. Sie hatte mir erzählt, dass sie es aufgeben wird, weil sie an Krebs erkrankt ist. Dann sah ich Fotos von ihr, auf denen sie sich ihr Haare abschneiden lies, da diese bei der Chemotherapie ja ausgehen würden. Für mich zeigte sie damit, dass sie nicht bereit ist, sich als Opfer zu fühlen.
Ich dachte: was für eine mutige Frau (!), die will ich portraitieren!

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Wir trafen uns also zu einer Fotosession. Als Stylistin war für Renate ein Fotostudio kein unbekannter Ort, doch vor der Kamera zu stehen war schon ungewohnt für sie.

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Wir haben verabedet, uns im Laufe des kommenden Jahres immer wieder zu einer Fotosesion zu treffen!

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