Maria

Sie ist 67 und Rentnerin. Als Lehrerin hat sie angehenden Lehrern beigebracht wie unterrichtet wird. Das kann ich mir gut vorstellen, als sie mit ihrem sympathischen Lächeln und voller Power in meinem Studio steht.

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Maria hat 2 Söhne und 2 Enkelkinder und Anfang des Jahres wurde bei ihr ein 1,8 cm großer Krebs entdeckt. Es war am 13. Februar 2016, gerade mal 4 Monate nach der ihrer letzten Mammographie. Es folgte die OP, bei der, außer dem Tumor, auch 2 Lymphknoten entfernt wurden. Dann die Chemo, bei der Ihre Haare ausgingen, die im Moment jedoch schon wieder wachsen. Als sie kam, trug sie eine Perücke.

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Als sie diese abzog kam, wie von mir erwartet, eine ganz Andere zu Vorschein. Eine Weise, eine Kriegerin, eine Siegerin und ihre spezielle Fähigkeit war zu spüren, erfüllte den Raum.

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Was für eine tolle Frau!

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Kristina

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Mit einer Vespa kam sie aus Köln nach Düsseldorf. Am 8. Oktober wird sie 40 Jahre alt und arbeitet im Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei einer Hilfsorganisation. Sie hat ein tolles Lachen und eine positive Ausstrahlung. Ihre Haare waren immer lang und ihr Hobby ist die Fotografie.

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Es war bei einer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung, bei der sie zuerst die IGEL-Leistungen nicht eingeplant hatte, die sind ihr einfach zu teuer. Kristina hat sich jedoch spontan beim Termin um entschieden. Worüber sie nun sehr glücklich ist, denn, weil beim Ultraschall etwas gesehen wurde und eine Mammographie und dann ein Stanzbiopsie kam, weiß sie, dass sie Brustkrebs hat. Das war Ende Januar 2016.

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Ich bin im falschen Film, war ihr erster Gedanke. Der Krebs war 1,3 cm groß und nach der ersten OP stellte der Pathologe fest, dass wohl nicht alles vom befallenen Gewebe entfernt worden war und sie musste erneut unter das Messer der Chirurgen.

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Ihr Krebs ist Hormonabhängig. Die Chemotherapie wurde angesetzt, weil auch jede versprengte Krebszelle in ihrem Körper vernichtet werden sollte. Die Lymphknoten von Kristina waren nicht befallen.
Z.Zt. hat sie noch 6 weiter Chemo-Behandlungen vor sich und dann muss sie erneut unter’s Messer. Durch die Chemo verlor Kristina ihre Haare, die sie eigentlich nie abschneiden wollte.
Als die ersten Haare ausgingen, so erzählt sie mir, hat sie zusammen mit Freunden eine bad hair party gemacht und sich eine Glatze rasieren lassen. Als sie die Perücke aufsetzte, fühlte sie sich wie im Karneval und entschied sich für Mützen. Doch sie sagt auch, dass sie ihre Glatze gar nicht so „dramatisch“ fand, wie sie befürchtet hatte. Ich bin ja der Meinung, dass Frauen mit Glatze, eine ganz besondere Schönheit haben.

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Kristina schieb, nachdem sie die Fotos gesehen hat:
Liebe Beate, 
wow, die gefallen mir richtig gut!!!!

Ganz besonders mag ich das 12. Bild. Ich entdecke mich in dieser Zeit der Therapie vielfach neu…und das Thema Haare und Glatze spielt dabei natürlich eine sehr große Rolle. Das Bild mag ich, denn es zeigt genau diesen Moment, in dem ich mich einfach total wohl fühle so wie ich gerade – trotz Krankheitsspuren – bin. Ja, ich mag meine Glatze 😉

Danke dass ich Teil deines Projektes bin. Die Bilder und Geschichten der anderen Frauen haben mich berührt und Mut gemacht – die Stärke und positive Einstellung, die Ausstrahlung und Schönheit. Und ich hoffe dass auch meine Bilder andere betroffene Frauen ermutigen und ich ihnen ein kleines Etwas für ihren Kampf gegen den Krebs mit auf den Weg geben kann.

Viele Grüße aus Köln, 
Kristina

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Kalender 2017

Kalender fuck you Cancer

Heute habe ich aus den Fotos der 12 Frauen, die ich bisher portraitiert habe, einen Entwurf für einen Wandkalender  2017 gemacht, so sieht er aus.

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Der Kalender ist 30 x 30 cm groß und hat oben eine Spirale.02

 

Dieser hochwertige Kalender kann für € 40,00 bestellt werden. Der Betrag deckt die Druckkosten und ermöglicht mir weitere Frauen, ohne Berechnung zu portraitieren. Der Betrag beinhaltet auch die Versandkosten.




Sich zeigen

Das gilt für die Frauen, die sich vor meine Kamera wagten und ebenso für mich, die diese Portraitserie nun in einer Ausstellung präsentiert. Sich zu zeigen macht auch verletzlich. Auch das gilt für mich und die von mir portraitierten Frauen gleichermaßen.

So langsam sickern die Erlebnisse der vergangenen Tage in mein Bewusstsein und lassen mich nicht schlafen, darum sitze ich hier und schreibe.
Was ebenso in mein Bewusstsein dringt, sind all die positiven Kommentare der Besucher. Wie sehr sie von meinen Fotografien beeindruckt waren, wie gut ihnen meine Arbeit gefallen hat. Und genau das ist der Lohn des sich-zeigens: Anerkennung.
Ja, die habe ich bekommen, in Mengen, was ein wirklich gutes Gefühl ist.
Nachdem die Ausstellungseröffnung nicht so ganz meinen Erwartungen entsprochen hatte, der Besuch war eher zögerlich, so war der Samstag und der Sonntag, an dem lt. Programm die Kunstpunkte stattfanden, ein sehr großer Erfolg, Besucherzahlmäßig. Und auch die Gespräche mit den Betrachtern der Bilder war wunderbar. Und, wenn ich meine Gefühlslagen sortiert bekomme, werde ich das sicher auch genießen können.

Diese Ausstellung war ein Kraftakt, und sie war es wert. Natürlich, es gibt immer Dinge, die ich im Nachhinein anders machen würde, doch, alles ist erst einmal gut gelaufen. Die Präsentation war beeindruckend und, was besonders wichtig ist, die Fotografien sind als das gesehen worden, als das ich sie meinte: Portraits von wunderschönen Frauen.
Mir ist erstmals bewusst geworden, dass es verschiedene emotionale Herangehensweisen an das Thema und somit auch an diese Ausstellung geben kann. Nachdem ich für mich geklärt hatte, dass es mir möglich ist auf Distanz zu gehen, zu der Krankheit und meine Betroffenheit nicht mehr meine Gefühlslage bestimmt, war das Thema für  mich abgeschlossen, jedoch nicht für den Rest der „Menschheit“.

Da gibt es Menschen, Leute, Personen, Frauen und Männer, die wollen sich mit diesem Thema nicht beschäftigen, wollen es nicht in ihrem Alltag haben, wollen weder drüber nachdenken noch drüber reden. Das Thema Krebs bedeutet in ihrem Bewusstsein immer auch Tod.
Wie war es den bei mir, bevor der Prozess in Gang gesetzt wurde und ich eine Haltung dazu entwickeln musste, weil ich sonst hätte nicht an dieser Serie weiterarbeiten können?
Genauso.
Ich wollte mich damit nicht beschäftigen. Jede Nachricht über die Erkrankung bei jemandem den ich kannte, löste Sprachlosigkeit, Hilflosigkeit und die Unfähigkeit angemessen zu reagieren aus. Damit stehe ich sicher nicht alleine. Darum kann es nicht verwundern, dass ich gefragt worden bin, als ich mit meinen Portraits anfing, warum ich dieses Thema in mein Leben hole, ohne Not, ohne selber betroffen zu sein.
Ich konnte es begründen.
Es war die Haltung von Renate, die sich, bevor es die Chemo machte, die Haare vom Kopf rasierte. Das hat mich beeindruckte. Ja Mut und eine Haltung beeindrucken mich. Und darum wollte ich das ins Bild setzen.

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Jede der Frauen aus der Serie, hat mich stark beeindruckt. Zuletzt Kirsten.

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Ich habe es in Gesprächen, während der letzten beiden Tage, immer wieder gesagt, es geht mir in der Portraitserie nicht darum, der Krankheit „Krebs“ ein Gesicht zu geben.
Wie sagt Adolf: „Krebs ist ein Arschloch“. Darum braucht sie keine Wertschätzung. Sie nimmt Frauen ein Stück ihrer Identität, nämlich die Haare und oft auch ihre Brust.

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Mit meinen Portraits will ich zeigen, dass diese Frauen wunderschön sind, trotz dieses vermeintlichen Mangels.

Bildschirmfoto 2016-08-28 um 20.23.10Die Besucher meiner Ausstellung sagten immer wieder, wie sehr die Frauen auf meinen Fotografien strahlen würden, es schien, als würden sie von innen leuchten. Das Funkeln in ihren Augen wurde ebenso bemerkt, wie die Lebensfreude in ihren Gesichtern. Ja, ihre Power und ihren Willen zum Leben, sei in meinen Portraits  sichtbar.

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Doch zurück zu den verschiedenen emotionalen Befindlichkeiten, die wiederum Gründe dafür liefern, sich meine Ausstellung anzusehen oder eben auch nicht.

Es gibt die Menschen, die mit dem Thema Krebs konfrontiert waren und es überwunden haben und nun nicht mehr darüber reden oder sich damit beschäftigen möchten, die interessiert das alles nicht mehr, verständlicherweise. Sie wollen leben, ohne Beeinträchtigungen, ohne dunkle Wolken oder Befürchtungen.
Wie gut ich das verstehen kann.
Diese Personengruppe sind auch nicht die Zielgruppe dieser Arbeit.
Wer dann?
Eine berechtigte Frage, die ich auch schön des Öfteren beantwortet habe. Mein Portraits sind Mut-mach-Portraits für Frauen, die aktuell in diese Situation gekommen sind, denen gerade der Boden unter den Füßen zu schwinden scheint. Die befürchten, ihr Leben ist jetzt zu Ende. Die Angst haben und es zu befürchten ist, dass diese Angst sie ab sofort jeden Tag beherrschen wird und ihnen die Haare vom Kopf frisst. Mein Portraits soll ihnen zeigen, dass es möglich ist, der Angst die Haare vom Kopf zu fressen, also den Spieß einfach umzudrehen. Die Ausstellung hat mir gezeigt, dass genau das möglich ist.

Besucher haben von „mutig“ gesprochen, beim Betrachten meinte Fotografien. Sie haben dabei vorrangig mich gemeint. Also die Fotografin, die sich mit diesem Thema beschäftigt.
Ist es mutig von mir?
Ich hatte mir bis dato dahingehend keine Gedanken gemacht, ehrlich nicht. Doch, ich weiß inzwischen, was gemeint ist. Mich mit so einem Thema zu exponieren ist mutig, denn, wie ich schon beschrieben habe, gibt es eine beträchtliche Anzahl von Personen, die sowas nicht sehen wollen. Die wollen letztendlich mich und meine Arbeit nicht sehen, was fatale Folgen für mich haben kann. Weil es dann, an der für mich so wünschenswerten, Anerkennung und Zustimmung fehlt.
Also ja, ich bin mutig.
Doch ich bin es auch gerne, weil diese Portraitserie einen Inhalt hat, sich etwas von Bedeutung annimmt, nicht an der Oberfläche rumdümpelt und somit selber zu etwas wird, das Bedeutung hat.
Ja, diese Portraits haben eine Bedeutung. Die Kraft und Stärke dieser Frauen hat für mich eine Bedeutung.

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Da stehe ich nun, durch die Rotznase meines Enkels mitten in einer Sommergrippe mit Ischiasproblemen und leide. Muss mir jedoch bewusst machen, dass das angesichts dessen, was diese Frauen durchmachen, bzw. durchgemacht haben, doch eher Peanuts sind. Das ich mich glücklich schätzen kann, in meiner Familie noch keinen Fall von Kebse erlebt zu haben und selber nicht betroffen bin. Das ist großartig und wunderbar. Ich liebe mein Leben.
Durch die Arbeit an dieser Portraitserie habe ich gelernt, dass ich in der Lage bin in Distanz zu gehen, obwohl ich beim Shooting selber sehr nah dran bin, an dem Thema, an den Frauen. Das ist eine gute Erfahrung. Dann habe ich gelernt, was es den Frauen bedeutet, wenn diese Fotos veröffentlicht werden und sie mit Lob überschüttet werden. Ihr Schönheit, ihre Stärke und ihr Mut werden gelobt. Die Frauen werden umarmt von zigfacher Zuwendung und Anerkennung, von Gefühlen, von denen dann immer auch ein wenig auf mich überschwappen.

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Ja, es macht mir gute Gefühle etwas von Bedeutung zu tun. Darum ist es richtig an dieser Portraitserie zu arbeiten und sie zu zeigen. Und genau drum werde ich mich in den kommenden Tagen und Wochen kümmern.

Die Serie

Auf dieser Seite sind alle am Projekt beteiligten Frauen versammeln.
Durch das Anklicken der einzelnen Bilder gelangst Du zur ganzen Serie der jeweiligen Frau.

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Kirsten

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Wie alle Frauen mit Glatze, die ich bisher fotografiert habe, hat auch Kirsten diese Superkraft. An die kann sie sich bei Belieben andoggen und auftanken. Kirsten, hat drei Töchter, 2, 8 und 15 Jahren alt und lebt in einer Patchworkfamilie.

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Auch mein Bedürfnis nach Romantik konnte sie mit der Geschichte stillen, wie sie ihren zweiten Mann kennengelernt hat, ich liebe solche Geschichten.

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Bei Kirsten, 41, wurde das zweite Mal Brustkrebs diagnostiziert.

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Im Oktober 2014 ist Kirsten das erste Mal an Brustkrebs erkrankt. Die Diagnose lautete: Befallene Lymphknoten, und beidseitig Brustkrebs. Triple Negativ, G3, mit hohem Ki-Wert und hormon positives DCIS. Der Gentest ergab BRCA 2. Sie ließ sich beide Brüste abnehmen ohne Aufbau und hatte eine Strahlentherapie. Ihr wurden die Eierstöcke sowie die Gebärmutter entfernt.

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Als sie heute in mein Studio kam, hatte sie gerade die vierte Chemo hinter sich. Ihre Augen strahlten. Vor allem, als sie über ihre Töchter sprach. Sie ist eben eine stolze Mutter von drei Töchtern. Die müssen sich, wenn sie alt genug sind, untersuchen lassen und Entscheidungen treffen.

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Kirsten ist eine wunderschöne, beeindruckende Frau, voller Kraft und Mut, sie hat mich tief beeindruckt.

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Jeder dieser Begegnungen macht mich demütig und dankbar der Tatsache gegenüber, dass ich bereits so alt werden durfte wie ich heute bin und, dass es in meiner Familie, im Gegensatz zur Kerstins Familie, keine Krebserkrankung gegeben hat.

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Es geht weiter…

Die Auswahl der Motive für die Ausstellung ist abgeschlossen, denn irgendwann musste das sein. Ich hoffe, es ist richtig so, wie ich es gemacht habe. Wissen tue ich es nicht.
11 Frauen habe ich bisher portraitiert. Ihre Gemeinsamkeit? Aufgrund einer Chemo hatten sie alle eine Glatze. Für die kommende Woche habe ich einen weiteren Termin. Sie ist Mutter von drei Kindern und bekommt aktuell ein Chemotherapie. Bei ihr wurde zum zweiten mal Brustkrebs diagnostiziert.

Es schockt mich immer noch, wenn ich diese Fakten erfahre.

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Entscheidungen fallen

Es ist tatsächlich so, dass von Tag zu Tag so eine Ausstellung mehr Gestalt annimmt.
Heute z.B. habe ich die Größe der Wandbilder festgelegt.
Sie werden 60 x 60 cm groß werden – alle. Das betone ich extra, weil ich eine Zeitlang davon ausgegangen bin, dass die Motive unterschiedlich groß würden. Also einige der Motive in einem größeren Format, als andere.
Doch heute nun habe ich mich dagegen entschieden und bin erleichtert darüber, dass ich nicht mehr auswählen muss welches Motiv groß wird und welches nicht. Das wären einfach zu viele Ebenen der Kommunikation geworden – verschiedene Größen.
Und mir reicht es schon, dass ich entscheiden muss welche Motive in die Ausstellung kommen. Das  auszuwählen fällt mir sehr schwer. Doch, um die Geschichte zu erzählen, die ich erzählen möchte, muss ich die richtigen Motive zusammenstellen.
Darum habe ich mich dafür entschieden, dass alle Frauen in diesem Projekt, glatzköpfig – engl. bald-headed  – sind. Sie haben eine Glatze, also keine Haare auf dem Kopf. Das ist ein klares Synonym dafür, dass diese Frauen gerade eine Chemotherapie durchlaufen, finde ich. Dann will ich ihr Stärke und ihre Schönheit zeigen und auch, dass es um Brustkrebs geht.

Doch mit welchen Motiven gelingt mir genau das?

Die Frage alle Fragen.
Die Wände in meinem Studio sind rd. 4 m breit/lang (3) und eine 1,50m. Ich gehe von 50 Wandbildern aus, plus Text. Wieviele Motive kann ich also aufhängen, ohne das es zu unübersichtlich wird?

Die Planung ist noch lange nicht abgeschlossen – das wird noch ein schönes Stück Arbeit – vermute ich.

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Die Ausstellung

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Es sind nur noch 6 Wochen bis zur Ausstellungs-Vernissge.

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Ich war erschrocken, als ich das heute Vormittag feststellte und habe mich hingesetzt und eine Einladung entworfen.

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In der nächsten Woche sehe ich mir an, wie die Wandbilder aussehen werden und bestelle diese dann entgültig. Und nun muss ich mich entscheiden, welche der Motive in die Ausstellung kommen werden, das ist garnicht so einfach.

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Unterstützung meines Projektes

Ja, z.Zt. erfährt mein CrowdfundingProjekt viel Unterstützung wie z.B. diese hier: Hinrich Hörnlein-Rummel (FA Neurologie-Psychiatrie-Psychotherapie) schreibt: Die negativen Auswirkungen von pathologischem Stress und Depression auf das Immunsystem sind bekannt. Auch um Krebs zu überleben, ist die … Weiterlesen

Presseerklärung

Projekt unterstützen

Fuck You Cancer – FotoPortraitSerie wird Ausstellung

Die Düsseldorfer Fotografin Beate Knappe startet ein Crowdfundingprojekt zur Finanzierung der Fotoausstellung:
Fuck you Cancer.

 

Düsseldorf, 26. Mai 2015
Diese Fotoausstellung zeigt an Brustkrebs erkrankte Frauen ohne den Focus auf die Krankheit zu richten, denn es geht Beate Knappe darum, den betroffenen Frauen Mut zu machen. Sie möchte die Frauen dabei unterstützen, die eigene Situation anzunehmen, und ihren Inneren Heiler zu stärken.
Bei ihren ausdrucksstarken Schwarz-Weiß Portraits lässt sich die Fotografin Beate Knappe von einem Abbas Khider Zitat leiten:
„Wenn man gegen etwas Hässliches kämpft, muss man die Schönheit in sich sehen können.“

Um die Portraits anlässlich der Kunstpunkte 2016 in einer Ausstellung zeigen zu können, braucht die Fotografin finanzielle Unterstützung und hat ein Crowdfundingprojekt gestartet.

Wenn es ihr gelingt, bis zum 10. Juli 2016, die Summe von € 5.555 zusammen zubekommen, ist das Projekt erfolgreich und die Ausstellung kann stattfinden.

Projekt: https://www.startnext.com/fuck-you-cancer

Homepage: http://fuck-you-cancer.net

Hier kann im Buchentwurf zur Ausstellung geblättert werden:
https://issuu.com/bknappe/docs/buch/54?e=0

Crowdfunding – Dankeschön – Geld – warum?

Projekt unterstützen

„Wenn man gegen etwas Hässliches kämpft, muss man die Schönheit in sich sehen können.“

Abbas Khider

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OK. Es scheint so, als wenn das, was ich beabsichtige und wie Du mich unterstützen kannst, nicht ganz verständlich ist. Darum hier der Versuch einer Erklärung.

Ich bin Fotografin und ich mache Portraits. 
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Vor einem Jahr habe ich damit begonnen Frauen zu portraitieren, die aufgrund ihrer Krebserkrankung eine Chemotherapie bekommen und ihre Haare verlieren.

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Schon wieder waren „Haare“ mein Thema, schon richtig, denn vor 2 Jahren habe ich damit begonnen Frauen zu porträtieren, die aufgehört haben sich ihre Haare zu färben.
Warum auch immer, ist ein anderes Thema.

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Es stellte sich heraus, dass meine Portraits von an Krebs erkrankten Frauen, „mehr“ sind als nur „Portraits“.

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Sie sind eine Art Therapieunterstützung.

Nach dem Shooting und der Veröffentlichung der Fotos schrieb Ulla z.B.:
Beate, in deinem Artikel zu diesem Projekt hast du unter anderem geschrieben, das du Frauen, die ihr Haar durch eine Chemotherapie verloren haben, zeigen willst, das sie trotzdem „weiblich“ sind… und genau das hast du mir in dem Shooting gegeben! Dafür bin ich sehr dankbar! 
Es sind genau solche Situationen, Momente, Begegnungen, Gespräche, Facebook – Kommentare und Gefällt-mir-Klicke, auch das unsichtbare Zunicken, derer, die nicht genau wissen wie sie reagieren sollen und tatsächlich auch das Erkennen der eigenen Stärke, was einem Kraft schenkt.“

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Ich will mich hier nicht als „Gut-Mensch“ darstellen, denn das bin ich sicher nicht. Ich liebe es Fotografin zu sein. Zu fotografieren, bedeutet alles in meinem Leben.
Wie ich auf meine Idee zu den freien Themen komme, kann ich oft nicht erklären, warum auch, ich tue es einfach.

Vor einem Jahr dachte ich, nachdem ich die ersten Frauen für „Fuck you cancer“ vor der Kamera hatte, dass ich das nicht aushalte, dass mich das runter zieht, schließlich waren diese Frauen jünger als meine Tochter. Und welche Mutter kann sich vorstellen, dass ihre eigene Tochter ….?  Nee, ich nicht.

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Dann rief Anna mich zu Anfang dieses Jahres an. Sie hatte von dem Projekt erfahren, war aktuell an Brustkrebs erkrankt und wollte von mir fotografiert werden. Ich bat mir Bedenkzeit aus und entschied mich dann dafür, Anna zu fotografieren.

Warum?

Ich hatte den Eindruck, es jetzt tun zu können, ohne selber darunter zu leiden.
Ich hatte es offensichtlich geschafft eine Distanz aufzubauen.
Ich hatte es geschafft mich nicht persönlich so betroffen zu fühlen, dass es mich fertig machte.
Ich hatte begriffen, dass meine Portraits etwas bewirken, etwas Gutes bewirken, sowohl bei den Frauen, als auch bei mir, denn wenn ich fotografiere, tut mir das auf jeden Fall gut, den zu fotografieren bedeutet mir alles in meinem Leben, doch das sagte ich schon. Also machte ich weiter, erzählte davon im SozialWeb und lud betroffenen Frauen ein, sich bei mir zu melden.
Inzwischen habe ich 10 Frauen portraitiert, die unterschiedlicher nicht sein können.

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Da ich Düsseldorfer „Künstlerin“ bin, wurde ich eingeladen, im September 2016, an den Kunstpunkten teilzunehmen. Ich entschied mich dafür mein „Fuck you cancer“-Projekt auszustellen.
Das war einfach.

Doch, wie finanziere ich diese Ausstellung?

Soviel Geld habe ich nicht in der Portokasse, habe ich überhaupt eine Portokasse? – ich denke nicht. Auf jeden Fall habe ich nicht soviel Geld, um so eine Ausstellung alleine zu finanzieren. Darum kam ich auf die Idee ein Crowdfundingprojekt zu starten.

Was eine „Crowd“ ist?

Das sind eine ganze Menge von Leuten – Unterstützer meines Projektes.
Diese bitte ich, für mein Ausstellungs-Projekt – „Fuck you cancer“ – eine bestimmte Summe, in einem festgelegten Zeitraum, in einen Topf einzuzahlen. Bzw. die Absicht zu erklären, dies zu tun, damit das Projekt realisiert werden kann. Falls die angestrebte Summe nicht erreicht wird, erhalten die Unterstützer ihr Geld zurück. Wenn es gelingt über die Crowd das Projekt zu finanzieren, erhalten die Unterstützer in der Regel eine Gegenleistung – ein Dankeschön -, das die vielfältigsten Formen annehmen kann. Bei mir sind es Fotoshootings, Wandbilder, usw. – sieh es Dir an —> hier. Ich muss noch einmal ausrechnen, ob der von mir angestrebte Betrag tatsächlich auch ausreicht, denn einige Dankeschön’s kosten halt Geld und die Porto- & Verpackungskosten sind auch nicht ohne und, wen wundert es, ich muss den erzielten Betrag auch versteuern.

Ich habe bisher schon sehr viel Zeit in die Vorbereitung meiner Crowdfunding-Aktion gesteckt. Habe eine Kollegin gewonnen, ein Video zu produzieren, Thomas ein Interview auf filmen – ohne, dass die beiden eine finanzielle Gegenleistung dafür bekommen hätten.
In SozialWeb habe ich darum gebeten Fan des Projektes zu werden und mir, in der Startphase, ein Feedback zu geben, dazu, ob ich verständlich machen kann, um was es mir geht, usw.
Das alles war bisher recht erfolgreich – finde ich.
Nun habe ich beantragt, die Finanzierungsphase zu starten. Das heißt, ab diesem Zeitpunkt brauche ich Dein Geld und Deine Unterstützung in der Form, dass Du  anderen Menschen von meinem Projekt erzählst, also dabei hilfst, es zu einem erfolgreichen Projekt zu machen.
Ich vermute diese Phase startet im Laufe der kommenden Woche – also bitte noch ein wenig geduldig sein, danke.

Ich denke darüber nach, mir selber eine Glatze rasieren zu lassen, wenn das Projekt erfolgreich ist.
Auch aus  Verbundenheit, den Frauen gegenüber, die ich für mein Projekt fotografiert habe.
Was denkst Du – ist das alles eine gute Idee? Habe ich mich verständlich gemacht?

Elke

Was mich zu Anfang des Portrait-Projektes besonders schockte, war die Jugend der betroffenen Frauen.

Gestern war mein „Modell“ 60 Jahre alt, und heute hat Elke alles getoppt, denn sie ist am 25. September 1942 geboren und somit 73 Jahre alt. Sie ist heute Rentnerin und hat als Sozialarbeiterin gearbeitet. Elke ist verheiratet, hat keine Kinder und reist sehr gerne. Alaska, Hurtigruten und Nordeuropa waren ihre liebsten Ziele. In den letzten Jahren ist sie öfters an die Mosel gefahren. Auch das hat ihr gefallen.

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Sie entdeckte eine Veränderung in ihrer rechten Brust im letzten November. 5 cm groß war der schnell wachsende Krebs da bereits.

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Die Brust wurde entfernt und sie hat 4 sehr aggressive Chemotherapien hinter sich und bekommt nun 12 weiter, wöchentlich. Danach werden noch Lymphdrüsen entfernt und Bestrahlung ist geplant.

Elke hat mich durch ihr unglaubliche Energie und positive Ausstrahlung stark beeindruckt.

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Elke hat mir eine Foto von sich gezeigt, auf dem sie noch Haare hat. Und, wie bei all den anderen Frauen auch, fand ich, das war eine ganz andere Frau als die, die heute vor meiner Kamera stand.

MerkenFast auf den Tag genau 1 Jahr später

Heute (Mai 2017)war Elke wieder in meinem Studio

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Heike

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Sie ist Ende Februar 60 geworden, verheiratet, hat drei Kinder und 2 Enkelkinder. Heike ist von Beruf Bürokauffrau und stellte im Dezember 2015 etwas Verdächtiges in ihrer Brust fest.

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Im Januar 2016 wurde ein 1,4 cm großer Krebs entdeckt. Da es auch in der anderen Brust einen Verdacht gab und 3 Lymphknoten entnommen werden mussten, hat Heike sich entschlossen beide Brüste amputieren zu lassen. Sie hat bereits 4 Chemo-Therapien hinter und noch 2 vor sich – und liest sich im Internet schlau, sagt sie.

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Ich denk nur, was für eine wunderschöne Frau, voller Energie und Lebensfreude.
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Sie steht zum esten mal vor einer Kamera und es macht ihr sichtlich Spaß.

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Wir haben darüber diskutiert, ob ich dieses Foto von ihr zeigen sollte, oder nicht. Ich bin Heike unendlich dankar dafür, dass ich dieses Foto machen durfte.

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Ich konnte nicht anders und ich musste diese Fotosession gleich bearbeiten und hie bereitstellen.

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 „Wenn man gegen etwas Hässliches kämpft, muss man die Schönheit in sich sehen können.“ Abbas Khider

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