Maike

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Heute Vormittag stand sie plötzlich in meinem Studio – diese bildschöne Frau mit Glatze: Maike, 34 Jahre aus Rommerskirchen.

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Die gelernte Buchhändlerin ist heute Diplom-Verwaltungs-Betriebswirtin. Im Februar bekam sie die Diagnose Triple negativer BK. Inzwischen weiß sie, sie ist BRCA 1 positiv.

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Ihre Mutter erkrankte mit 36 Jahren erstmals und ist in 2009 nach der Zweiterkrankung, erst 63 Jahre alt, gestorben. Was für eine Geschichte, oder?

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Bei Maike war nach 16 Chemotherapien vor 2 Wochen Schluss, der 1,4 cm große Tumor verschwunden.

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Sie sieht toll aus, ist voller Energie und Leben. Sie hat so ein Funkeln in den Augen und ich kann nicht aufhören sie anzusehen und frage sie nach ihren „Superkräften“.

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Sie erzählt mir von den super blonden langen Haaren die sie hatte und, dass sie sich mit der Echthaarperücke nicht wohl gefühlt hat. Sie hat sich Eierstockgewebe entnehmen lassen und plant mit ihrem Freund eine Familie zu gründen auch wenn sie am 18.8. eine beidseitige, hautsparende Mastektomie mit gleichzeitigem Silikonaufbau bekommt.
Darauf freut sie sich, denn dann hat sie „endlich“ einen Busen – wir nennen es „Krankheitsgewinn“ und sie lacht. Sie freut sich darauf, dass sie in ein paar Monaten BH’s kaufen wird in Körpchengröße B oder C und erzählt von einer Freundin aus einer der Gruppen, die es im WWW gibt, und in denen sich betroffene Frauen austauschen und unterstützen. Diese Freundin kaufte sich neulich Unterwäsche in Cup C und ist glücklich mit ihrem neuen Busen.

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Maike erzählt von ihrer Liebe zu Irland, dass sie gerne fotografiert und neulich zum ersten mal gemodellt hat und sich auf keinen Fall besiegen lassen wird. Das glaube ich dieser kraftvollen und wunderschönen Frau ohne jeden Zweifel.

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Maike schreibt nach der Veröffentlich unseres Shootings folgendes :

Danke Beate, dass Du mir so eine schöne Zeit bereitet hast! Dass ich bei diesem tollen Projekt mitmachen konnte ist wirklich schön. Zum einen, bekommt man selber einen anderen Blick auf sich…. Zum anderen kann ich vielleicht einigen Frauen Mut machen. Man darf nicht vergessen: wir haben keine Grippe. Die Diagnose zu bekommen fühlt sich an, als würde man mit 180 gegen die Wand fahren. Sie verändert alles, für die Betroffenen, für die Angehörigen, für das ganze Umfeld. Auch ich hatte/habe ganz schwarze Tage, an denen die Angst mich völlig im Griff hat. Die Chemo ist wirklich kein Spaß. Oft dachte ich, dass ich das nicht packe, wollte nicht mehr hin, hab mich elend gefühlt. Ohne die Unterstützung von meinem Freund, seiner und meiner Familie und super Freunden hätte ich das alles nicht so geschafft. Und dabei hatte ich im Verhältnis zu manch anderer noch „Glück“ mit meinen Nebenwirkungen. Was ich aber gelernt habe ist, dass man nicht aufgeben darf und positiv nach vorne schauen muss. Auch der schlimmste Tag hat nur 24 Std.. Ich finde, dass das die Bilder zeigen! Ich bin dankbar, dass die Therapie bei mir bisher so gut verlaufen ist, denn ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.“

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