Maria

Sie ist 67 und Rentnerin. Als Lehrerin hat sie angehenden Lehrern beigebracht wie unterrichtet wird. Das kann ich mir gut vorstellen, als sie mit ihrem sympathischen Lächeln und voller Power in meinem Studio steht.

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Maria hat 2 Söhne und 2 Enkelkinder und Anfang des Jahres wurde bei ihr ein 1,8 cm großer Krebs entdeckt. Es war am 13. Februar 2016, gerade mal 4 Monate nach der ihrer letzten Mammographie. Es folgte die OP, bei der, außer dem Tumor, auch 2 Lymphknoten entfernt wurden. Dann die Chemo, bei der Ihre Haare ausgingen, die im Moment jedoch schon wieder wachsen. Als sie kam, trug sie eine Perücke.

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Als sie diese abzog kam, wie von mir erwartet, eine ganz Andere zu Vorschein. Eine Weise, eine Kriegerin, eine Siegerin und ihre spezielle Fähigkeit war zu spüren, erfüllte den Raum.

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Was für eine tolle Frau!

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Kristina

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Mit einer Vespa kam sie aus Köln nach Düsseldorf. Am 8. Oktober wird sie 40 Jahre alt und arbeitet im Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei einer Hilfsorganisation. Sie hat ein tolles Lachen und eine positive Ausstrahlung. Ihre Haare waren immer lang und ihr Hobby ist die Fotografie.

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Es war bei einer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung, bei der sie zuerst die IGEL-Leistungen nicht eingeplant hatte, die sind ihr einfach zu teuer. Kristina hat sich jedoch spontan beim Termin um entschieden. Worüber sie nun sehr glücklich ist, denn, weil beim Ultraschall etwas gesehen wurde und eine Mammographie und dann ein Stanzbiopsie kam, weiß sie, dass sie Brustkrebs hat. Das war Ende Januar 2016.

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Ich bin im falschen Film, war ihr erster Gedanke. Der Krebs war 1,3 cm groß und nach der ersten OP stellte der Pathologe fest, dass wohl nicht alles vom befallenen Gewebe entfernt worden war und sie musste erneut unter das Messer der Chirurgen.

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Ihr Krebs ist Hormonabhängig. Die Chemotherapie wurde angesetzt, weil auch jede versprengte Krebszelle in ihrem Körper vernichtet werden sollte. Die Lymphknoten von Kristina waren nicht befallen.
Z.Zt. hat sie noch 6 weiter Chemo-Behandlungen vor sich und dann muss sie erneut unter’s Messer. Durch die Chemo verlor Kristina ihre Haare, die sie eigentlich nie abschneiden wollte.
Als die ersten Haare ausgingen, so erzählt sie mir, hat sie zusammen mit Freunden eine bad hair party gemacht und sich eine Glatze rasieren lassen. Als sie die Perücke aufsetzte, fühlte sie sich wie im Karneval und entschied sich für Mützen. Doch sie sagt auch, dass sie ihre Glatze gar nicht so „dramatisch“ fand, wie sie befürchtet hatte. Ich bin ja der Meinung, dass Frauen mit Glatze, eine ganz besondere Schönheit haben.

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Kristina schieb, nachdem sie die Fotos gesehen hat:
Liebe Beate, 
wow, die gefallen mir richtig gut!!!!

Ganz besonders mag ich das 12. Bild. Ich entdecke mich in dieser Zeit der Therapie vielfach neu…und das Thema Haare und Glatze spielt dabei natürlich eine sehr große Rolle. Das Bild mag ich, denn es zeigt genau diesen Moment, in dem ich mich einfach total wohl fühle so wie ich gerade – trotz Krankheitsspuren – bin. Ja, ich mag meine Glatze 😉

Danke dass ich Teil deines Projektes bin. Die Bilder und Geschichten der anderen Frauen haben mich berührt und Mut gemacht – die Stärke und positive Einstellung, die Ausstrahlung und Schönheit. Und ich hoffe dass auch meine Bilder andere betroffene Frauen ermutigen und ich ihnen ein kleines Etwas für ihren Kampf gegen den Krebs mit auf den Weg geben kann.

Viele Grüße aus Köln, 
Kristina

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Kalender 2017

Kalender fuck you Cancer

Heute habe ich aus den Fotos der 12 Frauen, die ich bisher portraitiert habe, einen Entwurf für einen Wandkalender  2017 gemacht, so sieht er aus.

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Der Kalender ist 30 x 30 cm groß und hat oben eine Spirale.02

 

Dieser hochwertige Kalender kann für € 40,00 bestellt werden. Der Betrag deckt die Druckkosten und ermöglicht mir weitere Frauen, ohne Berechnung zu portraitieren. Der Betrag beinhaltet auch die Versandkosten.




Sich zeigen

Das gilt für die Frauen, die sich vor meine Kamera wagten und ebenso für mich, die diese Portraitserie nun in einer Ausstellung präsentiert. Sich zu zeigen macht auch verletzlich. Auch das gilt für mich und die von mir portraitierten Frauen gleichermaßen.

So langsam sickern die Erlebnisse der vergangenen Tage in mein Bewusstsein und lassen mich nicht schlafen, darum sitze ich hier und schreibe.
Was ebenso in mein Bewusstsein dringt, sind all die positiven Kommentare der Besucher. Wie sehr sie von meinen Fotografien beeindruckt waren, wie gut ihnen meine Arbeit gefallen hat. Und genau das ist der Lohn des sich-zeigens: Anerkennung.
Ja, die habe ich bekommen, in Mengen, was ein wirklich gutes Gefühl ist.
Nachdem die Ausstellungseröffnung nicht so ganz meinen Erwartungen entsprochen hatte, der Besuch war eher zögerlich, so war der Samstag und der Sonntag, an dem lt. Programm die Kunstpunkte stattfanden, ein sehr großer Erfolg, Besucherzahlmäßig. Und auch die Gespräche mit den Betrachtern der Bilder war wunderbar. Und, wenn ich meine Gefühlslagen sortiert bekomme, werde ich das sicher auch genießen können.

Diese Ausstellung war ein Kraftakt, und sie war es wert. Natürlich, es gibt immer Dinge, die ich im Nachhinein anders machen würde, doch, alles ist erst einmal gut gelaufen. Die Präsentation war beeindruckend und, was besonders wichtig ist, die Fotografien sind als das gesehen worden, als das ich sie meinte: Portraits von wunderschönen Frauen.
Mir ist erstmals bewusst geworden, dass es verschiedene emotionale Herangehensweisen an das Thema und somit auch an diese Ausstellung geben kann. Nachdem ich für mich geklärt hatte, dass es mir möglich ist auf Distanz zu gehen, zu der Krankheit und meine Betroffenheit nicht mehr meine Gefühlslage bestimmt, war das Thema für  mich abgeschlossen, jedoch nicht für den Rest der „Menschheit“.

Da gibt es Menschen, Leute, Personen, Frauen und Männer, die wollen sich mit diesem Thema nicht beschäftigen, wollen es nicht in ihrem Alltag haben, wollen weder drüber nachdenken noch drüber reden. Das Thema Krebs bedeutet in ihrem Bewusstsein immer auch Tod.
Wie war es den bei mir, bevor der Prozess in Gang gesetzt wurde und ich eine Haltung dazu entwickeln musste, weil ich sonst hätte nicht an dieser Serie weiterarbeiten können?
Genauso.
Ich wollte mich damit nicht beschäftigen. Jede Nachricht über die Erkrankung bei jemandem den ich kannte, löste Sprachlosigkeit, Hilflosigkeit und die Unfähigkeit angemessen zu reagieren aus. Damit stehe ich sicher nicht alleine. Darum kann es nicht verwundern, dass ich gefragt worden bin, als ich mit meinen Portraits anfing, warum ich dieses Thema in mein Leben hole, ohne Not, ohne selber betroffen zu sein.
Ich konnte es begründen.
Es war die Haltung von Renate, die sich, bevor es die Chemo machte, die Haare vom Kopf rasierte. Das hat mich beeindruckte. Ja Mut und eine Haltung beeindrucken mich. Und darum wollte ich das ins Bild setzen.

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Jede der Frauen aus der Serie, hat mich stark beeindruckt. Zuletzt Kirsten.

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Ich habe es in Gesprächen, während der letzten beiden Tage, immer wieder gesagt, es geht mir in der Portraitserie nicht darum, der Krankheit „Krebs“ ein Gesicht zu geben.
Wie sagt Adolf: „Krebs ist ein Arschloch“. Darum braucht sie keine Wertschätzung. Sie nimmt Frauen ein Stück ihrer Identität, nämlich die Haare und oft auch ihre Brust.

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Mit meinen Portraits will ich zeigen, dass diese Frauen wunderschön sind, trotz dieses vermeintlichen Mangels.

Bildschirmfoto 2016-08-28 um 20.23.10Die Besucher meiner Ausstellung sagten immer wieder, wie sehr die Frauen auf meinen Fotografien strahlen würden, es schien, als würden sie von innen leuchten. Das Funkeln in ihren Augen wurde ebenso bemerkt, wie die Lebensfreude in ihren Gesichtern. Ja, ihre Power und ihren Willen zum Leben, sei in meinen Portraits  sichtbar.

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Doch zurück zu den verschiedenen emotionalen Befindlichkeiten, die wiederum Gründe dafür liefern, sich meine Ausstellung anzusehen oder eben auch nicht.

Es gibt die Menschen, die mit dem Thema Krebs konfrontiert waren und es überwunden haben und nun nicht mehr darüber reden oder sich damit beschäftigen möchten, die interessiert das alles nicht mehr, verständlicherweise. Sie wollen leben, ohne Beeinträchtigungen, ohne dunkle Wolken oder Befürchtungen.
Wie gut ich das verstehen kann.
Diese Personengruppe sind auch nicht die Zielgruppe dieser Arbeit.
Wer dann?
Eine berechtigte Frage, die ich auch schön des Öfteren beantwortet habe. Mein Portraits sind Mut-mach-Portraits für Frauen, die aktuell in diese Situation gekommen sind, denen gerade der Boden unter den Füßen zu schwinden scheint. Die befürchten, ihr Leben ist jetzt zu Ende. Die Angst haben und es zu befürchten ist, dass diese Angst sie ab sofort jeden Tag beherrschen wird und ihnen die Haare vom Kopf frisst. Mein Portraits soll ihnen zeigen, dass es möglich ist, der Angst die Haare vom Kopf zu fressen, also den Spieß einfach umzudrehen. Die Ausstellung hat mir gezeigt, dass genau das möglich ist.

Besucher haben von „mutig“ gesprochen, beim Betrachten meinte Fotografien. Sie haben dabei vorrangig mich gemeint. Also die Fotografin, die sich mit diesem Thema beschäftigt.
Ist es mutig von mir?
Ich hatte mir bis dato dahingehend keine Gedanken gemacht, ehrlich nicht. Doch, ich weiß inzwischen, was gemeint ist. Mich mit so einem Thema zu exponieren ist mutig, denn, wie ich schon beschrieben habe, gibt es eine beträchtliche Anzahl von Personen, die sowas nicht sehen wollen. Die wollen letztendlich mich und meine Arbeit nicht sehen, was fatale Folgen für mich haben kann. Weil es dann, an der für mich so wünschenswerten, Anerkennung und Zustimmung fehlt.
Also ja, ich bin mutig.
Doch ich bin es auch gerne, weil diese Portraitserie einen Inhalt hat, sich etwas von Bedeutung annimmt, nicht an der Oberfläche rumdümpelt und somit selber zu etwas wird, das Bedeutung hat.
Ja, diese Portraits haben eine Bedeutung. Die Kraft und Stärke dieser Frauen hat für mich eine Bedeutung.

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Da stehe ich nun, durch die Rotznase meines Enkels mitten in einer Sommergrippe mit Ischiasproblemen und leide. Muss mir jedoch bewusst machen, dass das angesichts dessen, was diese Frauen durchmachen, bzw. durchgemacht haben, doch eher Peanuts sind. Das ich mich glücklich schätzen kann, in meiner Familie noch keinen Fall von Kebse erlebt zu haben und selber nicht betroffen bin. Das ist großartig und wunderbar. Ich liebe mein Leben.
Durch die Arbeit an dieser Portraitserie habe ich gelernt, dass ich in der Lage bin in Distanz zu gehen, obwohl ich beim Shooting selber sehr nah dran bin, an dem Thema, an den Frauen. Das ist eine gute Erfahrung. Dann habe ich gelernt, was es den Frauen bedeutet, wenn diese Fotos veröffentlicht werden und sie mit Lob überschüttet werden. Ihr Schönheit, ihre Stärke und ihr Mut werden gelobt. Die Frauen werden umarmt von zigfacher Zuwendung und Anerkennung, von Gefühlen, von denen dann immer auch ein wenig auf mich überschwappen.

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Ja, es macht mir gute Gefühle etwas von Bedeutung zu tun. Darum ist es richtig an dieser Portraitserie zu arbeiten und sie zu zeigen. Und genau drum werde ich mich in den kommenden Tagen und Wochen kümmern.

Nachtrag zu den Fotos von Kirsten

Meine Fotos präsentiere ich auf meinen Homepages und u.a. auch bei 500px.
Warum ich das tue?
Ich möchte, dass sehr viele Menschen meine Fotos sehen, ich glaube, dass nennt sich „Reichweite“, also Marketing. Doch, was ich mir auf jeden Fall wünsche ist, dass sich das Thema meiner Fotos, wie z.B. „Fuck you cancer“ rumspricht und, dass es von vielen Menschen gesehen wird und vor alle, das betroffene Frauen von meinem Projekt erfahren. Ja, das ist es, worüber ich mich sehr freuen würde.

Ok, die User auf 500px sind außerdem was Besonderes finde ich, denn sie verteilen nicht nur Likes, sondern auch wunderbare Kommentare.Bildschirmfoto 2016-08-28 um 19.42.16

Leider habe ich keine Ahnung, wie meine Fotos in eine französisches Magazin gekommen sein könnten.

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Während ich diesen Beitrag schrieb, kamen 5 weiter Likes für dieses Foto dazu.
Inzwischen hat dieses Foto bereits 262 Like’s – WOW – und es werden immer mehr! Das Foto von Kirsten scheint bei den Usern sehr beliebt zu sein, ist mein Eindruck.

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Auch bei FB bekommt Kirsten sehr viele Komplimente:

  • das ist unfassbar schön
  • Du siehst wirklich sehr sehr schön aus. 😍😍😍
  • Wirklich ein grosses Lob an die Fotografin. Sie sind eine Künstlerin die mit dem Herzen zu sehen vermag!
  • Ich sehe Entschlossenheit und Zuversicht und das ist gut so!!! Brauchst Du auch als tapfere Kämpferin. Mögen Angst und Verzweiflung bald ein Ende haben und DU und Dein Leben weitergehen mit Deinen Liebsten. Ichcwünsch es Dir und uns soooo sehr!!!!
  • Sehr schön und Du hast meinen Respekt! Bemerkenswert!! <3
  • Wow. Kirsten Was für eine Kämpferin. So Stolz, mutig, entschlossen und zuversichtlich. Dir gehört mein ganzer Respekt. Tolle Fotos die genau zeigen was, wer und wie du bist. Ich wünsche dir so sehr das du ganz bald wieder ein gesundes, sorgenfreies, unbelastetes und glückliches langes Leben führen kannst. Ich drück dich von Herzen 💖😘
  • Für mich bestätigt es sich immer wieder, NUR schwarz-weiß Aufnahmen zeigen den Menschen und Kerstin, wundervolle Aufnahmen von dir, alles Liebe für dich.
  • Liebe Kiki, ich hab mir deine Fotos angeschaut!!!! Die sind einfach so toll…..
  • Was für wunderschöne Fotos von dir. Es zeigt die vielen Facetten deines Charakters. Die liebevolle, familiäre, kämpferische, humorvolle, glückliche, sympathische, schüchterne Kirsten …. etc. Ich wünsche dir noch viele viele gesunde unbeschwerte Jahre mit deiner Familie. Genieß dein Leben. Jeden Moment, jedes Jahr, jeden Monat, Tag, Minute, Sekunde…. Du bist ein Vorbild für viele in deiner Situation und für viele andere auch. Hdl Tessi
  • Kirsten diese Fotos von dir sind soooooo wunderschön. Fühl dich ganz doll umarmt von mir. #fuckyoucancer
  • Kirsten 💞unfassbar beeindruckende Bilder von Dir! Mutig,stolz,stark….einfach genial!
  • Wow🙏🏻 Wahnsinn wie stark du bist Kirsten 🙏🏻💗😘
  • Liebe kikki, das sind so wunderschöne Fotos von dir. Du strahlst so toll!!! Gefällt mir! Daumen hoch! Fühl dich feste umarmt. Behalte deine positive Einstellung bei!!!!😙😙😙
  • Du bist wunderhübsch liebe Kikki! Aufgeben ist keine Option! Ich drücke dich! 😙
  • Kirsten Du bist unglaublich…..stark, schön und soooo mutig!!!!

Ich hoffe, Kirsten gefällt das. Für mich ist diese Art von Zuspruch, einer der Gründe, warum ich dieses Projekt mache.


Auch bei Twitter wird dieses Foto fleißig geteilt und kommentiert

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Es geht weiter…

Die Auswahl der Motive für die Ausstellung ist abgeschlossen, denn irgendwann musste das sein. Ich hoffe, es ist richtig so, wie ich es gemacht habe. Wissen tue ich es nicht.
11 Frauen habe ich bisher portraitiert. Ihre Gemeinsamkeit? Aufgrund einer Chemo hatten sie alle eine Glatze. Für die kommende Woche habe ich einen weiteren Termin. Sie ist Mutter von drei Kindern und bekommt aktuell ein Chemotherapie. Bei ihr wurde zum zweiten mal Brustkrebs diagnostiziert.

Es schockt mich immer noch, wenn ich diese Fakten erfahre.

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… der Angst die Haare vom Kopf zu fressen.

Warum?
Warum erinnere ich mich gerade heute an Annette?

Annette arbeitete in der Diabetis-Forschung. Sie war etwa 10 Jahre älter als ich.
Eine sehr beeindruckende Erinnerung an sie ist die, wie sie ihre Forschung an Mäusen beschrieb und, wie sie diese vom Leben in den Tod beförderte: Sie brach ihnen blitzschnell das Genick.
Ihre Eltern waren Juden und haben die Zeit des Nationalsozialismus im Widerstand in Frankreich verbracht. Als Kind war Annette oft lange Zeit von ihnen getrennt und lebte, unter falschem Namen, irgendwo in Frankreich. Als ich sie kennenlernte hat sie selbst eine heranwachsende Tochter und war berufstätig, so wie ihr Ehemann. Wir wohnten im selben Haus.
Es war vor den Feiertagen und wir verbrachten den Nachmittag zusammen. Während wir uns unterhielten, bemerkte ich, dass Annette sich hin und wieder an der linken Brust kratzte. Als ich sie daraufhin ansprach, war ihr das noch nicht aufgefallen.
An einem der folgenden Tage berichtete sie mir, dass sie, als sie am Abend diese Stelle näher untersuchte, einen Knoten feststellte.

Das alles ist über 30 Jahre her und Annette war die erste, an deren Beerdigung ich teilnahm, obwohl sie nicht mal 50zig Jahre alt geworden ist. Diszipliniert wie sie war, hat sie alles ertragen, sich die Brust abnehmen und bestrahlen lassen. Es kam sogar der Moment, an dem sie als geheilt galt. Wenige Zeit später jedoch war ihr Körper mit Metastasen überseht.

Auf ihrer Beerdigung gab es viele bewegende Momente. An einen erinnere ich mich besonders. Einer ihrer Kollegen oder Vorgesetzten stand spontan auf um in einer kleine Rede über Annette zu sprechen. Das symbolisiert noch heute für mich, wie unfassbar ihr Tod für uns alle war. Als vor etwa 5 Jahren Monika, die wie ich mit Annette befreundet war, ebenfalls an Brustkrebs erkrankte, klang sie sehr überzeugend, als sie mir sagte: Heute musst du nicht mehr an Brustkrebs sterben. Monika und Annette waren ungefähr im gleichen Alter.

Ja, es hat sich viel getan auf diesem Gebiet.
Heute habe ich eine Presseerklärung zur bevorstehenden Ausstellungseröffnung von „Fuck You Cancer“ versendet und interessante Gespräche geführt. Mir fallen weiter Frauen, Freundinnen ein, mit der Diagnose Brustkrebs und, dass es viel Jahre ein Tabu war offen darüber zu sprechen, auch das hat sich geändert.

Ich bin sehr froh, dass ich diese Portraits gemacht habe um den Frauen zu huldigen, die dieser Krankheit den Kampf angesagt haben und leben wollen. Annette wollte es auch, sie liebte das Leben, da bin ich sicher, nur hatte sie keine Chance.

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Marzena

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In Polen geboren ist sie und hat das Löten als Handwerk erlernt, bevor sie nach Deutschland kam, um in Wuppertal Kinder zu betreuen. Das ist inzwischen 20 Jahre her und seit 2007 ist sie mit dem Familienvater verheiratet und die beiden haben inzwischen 4 Enkel. Sie ist eine quirlige Frau, mit strahlenden Augen und sie mag Grünkohl, auch, wenn sie der Meinung ist, das polnisches Essen besser ist, als das, was wir hier in Deutschland kochen.
Sie trägt eine Perücke und, wie jedesmal, wenn die Frauen sie abziehen, entdecke ich eine ganz besondere Schönheit; ja wirklich. Ich sehe nicht Krankheit oder Leid, nein Schönheit mit einem Strahlen, einem ganz besonderen Strahlen.

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Im April 2010 wurde bei ihr, oberhalb der linken Brust, eine Krebsgeschwulst von 4 cm Größe entdeckt. Diese wurde Brusterhaltend entfernt, ebenso Lymphknoten. Sie bekam eine Chemotherapie und ging von da an regelmäßig zu den Nach- und Vorsorgeuntersuchungen, 2x im Jahr.

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Ihre Ärztin meinte, sie müsse nicht mehr so oft kommen, doch mit diesem Gedanken konnte Marzena sich nicht anfreunden. Wie Recht sie hatte, erfuhr sie dann im März 2016. Da  wurde in der gleichen Brust ein 8 mm großer, wieder sehr bösartiger Krebs entdeckt. Am 10. Mai wurde ihr ein großer Teil der linken Brust abgenommen und seit dem bekommt sie wieder eine Chemotherapie.

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Sie und ihr Mann nehmen das Ganze mit viel Humor, denn nach der Behandlung des Krebses, wird die rechte Brust in der Größe angepasst, also verkleinert. Als die Haare anfingen auszugehen, war es auch ihr Mann, der ihr die Glatze rasierte.

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Wie immer, nach so einem Shooting, bin ich tief bewegt und beeindruckt.

Marzena wünscht sich, das mehr Frauen, in ihrer Situation, mutig sind und daran glauben, dass sie den Krebs besiegen werden – was ich ihr von ganzem Herzen wünsche.

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Entscheidungen fallen

Es ist tatsächlich so, dass von Tag zu Tag so eine Ausstellung mehr Gestalt annimmt.
Heute z.B. habe ich die Größe der Wandbilder festgelegt.
Sie werden 60 x 60 cm groß werden – alle. Das betone ich extra, weil ich eine Zeitlang davon ausgegangen bin, dass die Motive unterschiedlich groß würden. Also einige der Motive in einem größeren Format, als andere.
Doch heute nun habe ich mich dagegen entschieden und bin erleichtert darüber, dass ich nicht mehr auswählen muss welches Motiv groß wird und welches nicht. Das wären einfach zu viele Ebenen der Kommunikation geworden – verschiedene Größen.
Und mir reicht es schon, dass ich entscheiden muss welche Motive in die Ausstellung kommen. Das  auszuwählen fällt mir sehr schwer. Doch, um die Geschichte zu erzählen, die ich erzählen möchte, muss ich die richtigen Motive zusammenstellen.
Darum habe ich mich dafür entschieden, dass alle Frauen in diesem Projekt, glatzköpfig – engl. bald-headed  – sind. Sie haben eine Glatze, also keine Haare auf dem Kopf. Das ist ein klares Synonym dafür, dass diese Frauen gerade eine Chemotherapie durchlaufen, finde ich. Dann will ich ihr Stärke und ihre Schönheit zeigen und auch, dass es um Brustkrebs geht.

Doch mit welchen Motiven gelingt mir genau das?

Die Frage alle Fragen.
Die Wände in meinem Studio sind rd. 4 m breit/lang (3) und eine 1,50m. Ich gehe von 50 Wandbildern aus, plus Text. Wieviele Motive kann ich also aufhängen, ohne das es zu unübersichtlich wird?

Die Planung ist noch lange nicht abgeschlossen – das wird noch ein schönes Stück Arbeit – vermute ich.

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Die Ausstellung

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Es sind nur noch 6 Wochen bis zur Ausstellungs-Vernissge.

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Ich war erschrocken, als ich das heute Vormittag feststellte und habe mich hingesetzt und eine Einladung entworfen.

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In der nächsten Woche sehe ich mir an, wie die Wandbilder aussehen werden und bestelle diese dann entgültig. Und nun muss ich mich entscheiden, welche der Motive in die Ausstellung kommen werden, das ist garnicht so einfach.

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Crowdfunding – Dankeschön – Geld – warum?

Projekt unterstützen

„Wenn man gegen etwas Hässliches kämpft, muss man die Schönheit in sich sehen können.“

Abbas Khider

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OK. Es scheint so, als wenn das, was ich beabsichtige und wie Du mich unterstützen kannst, nicht ganz verständlich ist. Darum hier der Versuch einer Erklärung.

Ich bin Fotografin und ich mache Portraits. 
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Vor einem Jahr habe ich damit begonnen Frauen zu portraitieren, die aufgrund ihrer Krebserkrankung eine Chemotherapie bekommen und ihre Haare verlieren.

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Schon wieder waren „Haare“ mein Thema, schon richtig, denn vor 2 Jahren habe ich damit begonnen Frauen zu porträtieren, die aufgehört haben sich ihre Haare zu färben.
Warum auch immer, ist ein anderes Thema.

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Es stellte sich heraus, dass meine Portraits von an Krebs erkrankten Frauen, „mehr“ sind als nur „Portraits“.

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Sie sind eine Art Therapieunterstützung.

Nach dem Shooting und der Veröffentlichung der Fotos schrieb Ulla z.B.:
Beate, in deinem Artikel zu diesem Projekt hast du unter anderem geschrieben, das du Frauen, die ihr Haar durch eine Chemotherapie verloren haben, zeigen willst, das sie trotzdem „weiblich“ sind… und genau das hast du mir in dem Shooting gegeben! Dafür bin ich sehr dankbar! 
Es sind genau solche Situationen, Momente, Begegnungen, Gespräche, Facebook – Kommentare und Gefällt-mir-Klicke, auch das unsichtbare Zunicken, derer, die nicht genau wissen wie sie reagieren sollen und tatsächlich auch das Erkennen der eigenen Stärke, was einem Kraft schenkt.“

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Ich will mich hier nicht als „Gut-Mensch“ darstellen, denn das bin ich sicher nicht. Ich liebe es Fotografin zu sein. Zu fotografieren, bedeutet alles in meinem Leben.
Wie ich auf meine Idee zu den freien Themen komme, kann ich oft nicht erklären, warum auch, ich tue es einfach.

Vor einem Jahr dachte ich, nachdem ich die ersten Frauen für „Fuck you cancer“ vor der Kamera hatte, dass ich das nicht aushalte, dass mich das runter zieht, schließlich waren diese Frauen jünger als meine Tochter. Und welche Mutter kann sich vorstellen, dass ihre eigene Tochter ….?  Nee, ich nicht.

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Dann rief Anna mich zu Anfang dieses Jahres an. Sie hatte von dem Projekt erfahren, war aktuell an Brustkrebs erkrankt und wollte von mir fotografiert werden. Ich bat mir Bedenkzeit aus und entschied mich dann dafür, Anna zu fotografieren.

Warum?

Ich hatte den Eindruck, es jetzt tun zu können, ohne selber darunter zu leiden.
Ich hatte es offensichtlich geschafft eine Distanz aufzubauen.
Ich hatte es geschafft mich nicht persönlich so betroffen zu fühlen, dass es mich fertig machte.
Ich hatte begriffen, dass meine Portraits etwas bewirken, etwas Gutes bewirken, sowohl bei den Frauen, als auch bei mir, denn wenn ich fotografiere, tut mir das auf jeden Fall gut, den zu fotografieren bedeutet mir alles in meinem Leben, doch das sagte ich schon. Also machte ich weiter, erzählte davon im SozialWeb und lud betroffenen Frauen ein, sich bei mir zu melden.
Inzwischen habe ich 10 Frauen portraitiert, die unterschiedlicher nicht sein können.

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Da ich Düsseldorfer „Künstlerin“ bin, wurde ich eingeladen, im September 2016, an den Kunstpunkten teilzunehmen. Ich entschied mich dafür mein „Fuck you cancer“-Projekt auszustellen.
Das war einfach.

Doch, wie finanziere ich diese Ausstellung?

Soviel Geld habe ich nicht in der Portokasse, habe ich überhaupt eine Portokasse? – ich denke nicht. Auf jeden Fall habe ich nicht soviel Geld, um so eine Ausstellung alleine zu finanzieren. Darum kam ich auf die Idee ein Crowdfundingprojekt zu starten.

Was eine „Crowd“ ist?

Das sind eine ganze Menge von Leuten – Unterstützer meines Projektes.
Diese bitte ich, für mein Ausstellungs-Projekt – „Fuck you cancer“ – eine bestimmte Summe, in einem festgelegten Zeitraum, in einen Topf einzuzahlen. Bzw. die Absicht zu erklären, dies zu tun, damit das Projekt realisiert werden kann. Falls die angestrebte Summe nicht erreicht wird, erhalten die Unterstützer ihr Geld zurück. Wenn es gelingt über die Crowd das Projekt zu finanzieren, erhalten die Unterstützer in der Regel eine Gegenleistung – ein Dankeschön -, das die vielfältigsten Formen annehmen kann. Bei mir sind es Fotoshootings, Wandbilder, usw. – sieh es Dir an —> hier. Ich muss noch einmal ausrechnen, ob der von mir angestrebte Betrag tatsächlich auch ausreicht, denn einige Dankeschön’s kosten halt Geld und die Porto- & Verpackungskosten sind auch nicht ohne und, wen wundert es, ich muss den erzielten Betrag auch versteuern.

Ich habe bisher schon sehr viel Zeit in die Vorbereitung meiner Crowdfunding-Aktion gesteckt. Habe eine Kollegin gewonnen, ein Video zu produzieren, Thomas ein Interview auf filmen – ohne, dass die beiden eine finanzielle Gegenleistung dafür bekommen hätten.
In SozialWeb habe ich darum gebeten Fan des Projektes zu werden und mir, in der Startphase, ein Feedback zu geben, dazu, ob ich verständlich machen kann, um was es mir geht, usw.
Das alles war bisher recht erfolgreich – finde ich.
Nun habe ich beantragt, die Finanzierungsphase zu starten. Das heißt, ab diesem Zeitpunkt brauche ich Dein Geld und Deine Unterstützung in der Form, dass Du  anderen Menschen von meinem Projekt erzählst, also dabei hilfst, es zu einem erfolgreichen Projekt zu machen.
Ich vermute diese Phase startet im Laufe der kommenden Woche – also bitte noch ein wenig geduldig sein, danke.

Ich denke darüber nach, mir selber eine Glatze rasieren zu lassen, wenn das Projekt erfolgreich ist.
Auch aus  Verbundenheit, den Frauen gegenüber, die ich für mein Projekt fotografiert habe.
Was denkst Du – ist das alles eine gute Idee? Habe ich mich verständlich gemacht?

Elke

Was mich zu Anfang des Portrait-Projektes besonders schockte, war die Jugend der betroffenen Frauen.

Gestern war mein „Modell“ 60 Jahre alt, und heute hat Elke alles getoppt, denn sie ist am 25. September 1942 geboren und somit 73 Jahre alt. Sie ist heute Rentnerin und hat als Sozialarbeiterin gearbeitet. Elke ist verheiratet, hat keine Kinder und reist sehr gerne. Alaska, Hurtigruten und Nordeuropa waren ihre liebsten Ziele. In den letzten Jahren ist sie öfters an die Mosel gefahren. Auch das hat ihr gefallen.

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Sie entdeckte eine Veränderung in ihrer rechten Brust im letzten November. 5 cm groß war der schnell wachsende Krebs da bereits.

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Die Brust wurde entfernt und sie hat 4 sehr aggressive Chemotherapien hinter sich und bekommt nun 12 weiter, wöchentlich. Danach werden noch Lymphdrüsen entfernt und Bestrahlung ist geplant.

Elke hat mich durch ihr unglaubliche Energie und positive Ausstrahlung stark beeindruckt.

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Elke hat mir eine Foto von sich gezeigt, auf dem sie noch Haare hat. Und, wie bei all den anderen Frauen auch, fand ich, das war eine ganz andere Frau als die, die heute vor meiner Kamera stand.

MerkenFast auf den Tag genau 1 Jahr später

Heute (Mai 2017)war Elke wieder in meinem Studio

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Heike

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Sie ist Ende Februar 60 geworden, verheiratet, hat drei Kinder und 2 Enkelkinder. Heike ist von Beruf Bürokauffrau und stellte im Dezember 2015 etwas Verdächtiges in ihrer Brust fest.

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Im Januar 2016 wurde ein 1,4 cm großer Krebs entdeckt. Da es auch in der anderen Brust einen Verdacht gab und 3 Lymphknoten entnommen werden mussten, hat Heike sich entschlossen beide Brüste amputieren zu lassen. Sie hat bereits 4 Chemo-Therapien hinter und noch 2 vor sich – und liest sich im Internet schlau, sagt sie.

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Ich denk nur, was für eine wunderschöne Frau, voller Energie und Lebensfreude.
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Sie steht zum esten mal vor einer Kamera und es macht ihr sichtlich Spaß.

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Wir haben darüber diskutiert, ob ich dieses Foto von ihr zeigen sollte, oder nicht. Ich bin Heike unendlich dankar dafür, dass ich dieses Foto machen durfte.

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Ich konnte nicht anders und ich musste diese Fotosession gleich bearbeiten und hie bereitstellen.

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 „Wenn man gegen etwas Hässliches kämpft, muss man die Schönheit in sich sehen können.“ Abbas Khider

Projekt unterstützen

Foto Ausstellung – 3. & 4. September 2016

Ich habe mich gerade daran erinnert.

Wenn man gegen etwas Hässliches kämpft, muss man die Schönheit in sich sehen können.

Das ist von Abbas Khider und in einem anderen Zusammenhang geschrieben, doch ich finde es passt. Habe gerade beim Verlag angefragt, ob ich es benutzen darf.
Ergänzung: da der nicht reagiert, tue ich es einfach 

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Als Düsseldorfer Künstlerin wurde ich eingeladen an den Düsseldorfer Kunstpunkten* teilzunehmen. Und ich habe ich mich entschlossen, meine Portraits zum Thema Fuck you Cancer in einer Ausstellung zu präsentieren.
Obwohl ich bereits tolle Portraits habe, suche ich weitere Frauen für dieses PortraitProjekt.
Darum meine Bitte – erzählt Sie von diesem Projekt, allen die Sie treffen, und die es interessieren oder betreffen könnte, danke. 

 

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*Was sind die Kunstpunkte?
An einem Wochenende im September ist es möglich Kunstschaffenden jeder Couleur bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen.
In diesem Jahr ist dies zum 20. Mal möglich, denn Düsseldorfer Künstlerinnen und Künstler öffnen an zwei Wochenenden dem Publikum ihre Ateliers und zwar am 3. & 4. September, im Düsseldorfer Norden und am 10.&11. September im Düsseldorfer Süden.

Anna

…habe ich jetzt ein Haltbarkeitsdatum?

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Ihr Partner stand schon immer auf Sinéad O’Connor …

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…und als sie 15 war, wollte sie ein Punk sein, traute sich dann aber nur die Haare wild zu färben. Heute ist sie promovierte Naturwissenschaftlerin und Mutter von Käthe (3) und Adam (1).

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Im Dezember 2015, kurz vor Adams erstem Geburtstag, wurde, aufgrund einer verhärteten Stelle in ihrer rechten Brust, Krebs diagnostiziert.
Das war 6 Wochen nach eine befundfreien Untersuchung durch ihre Frauenärztin.

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Anna ist 34 Jahre alt. Vom Krebs befallenen Lymphknoten wurden ebenfalls gefunden und der vermutete Bandscheibenvorfall entpuppte sich als Metastase.
Das ist eigentlich der Punkt, in dem es, lt. Leitlinien, keine Hoffnung mehr auf Heilung gibt.

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Annas Ärzte waren, angesichts ihrer Jugend, ebenso entsetzt, wie Jeder, der das liest. Gottseidank sind sie auch genauso engagiert im Kampf gegen den Krebs. Daher wurde die Metastase in einer 9stündigen OP entfernt. Sie hatte sich in einem Wirbelkörper verkapselt und Anna hat nun eine Titanstange im Rücken. Ihre rechte Brust wurde komplett entfernt, wie auch einige Lymphknoten. Die Brust wird nun wieder „aufgebaut“. Diese Kette hat sie von einer Freundin, es ihre „Heilungskette“, die wird sie tragen, bis sie krebsfrei ist.

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Seit 5 Wochen bekommt sie eine, speziell auf ihre Krebsart zugeschnittene Chemotherapie, die ein halbes Jahr dauern wird.

Wir kreieren den Begriff KrebsPunk für sie.

Wir reden über ihre beiden Kinder und diese Frau strahlt und strahlt und erst dieses absolut bezaubernde Lächeln.
Das sie im letzten Dezember am absoluten Tiefpunkt ihres Lebens war, ist leicht nachzuvollziehen und auch ihr Wunsch, ihre Kinder heranwachsen zu sehen.

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Sie hatte einen Bericht über mein Projekt „fuck you cancer“ in einer Zeitschrift gefunden und mich angerufen, da ihr der Titel gefällt.

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Die Begegnungen mit den an Krebs erkrankten Frauen, die ich vor einem Jahr angefangen hatte zu porträtieren, hatten mich so mitgenommen, dass ich nicht sicher war, ob ich das Portraitprojekt fortsetze. Habe überlegt und Anna dann eingeladen in mein Studio zu kommen.

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Ich bin sehr froh es getan zu haben, denn Anna ist ein ganz besonderer Mensch. Auch wenn sie ganz nüchtern über ihr Schicksal spricht, leise Verzweiflung anklingt, ist da auch ganz viel Lebensfreude und Energie, positive Energie.

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Wir haben zusammen darüber gelacht, dass es im Leben manchmal so ist, dass wir uns echt mies fühlen und dann nach Hause kommen und das Kind hat Fieber und braucht uns und wir denken, oh nein, jetzt nicht!

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Sie kann z.Zt. ihre Kinder nur bedingt selbst versorgen und hat keine Ahnung, wie sich die nächsten Monate für sie entwickeln werden.

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Sie ist sehr glücklich über ihre Freunde, die eine echte Hilfe sind und stellt sich vor, Enkel zu haben.
Noch nie war ich so dankbar darüber, so alt zu sein.

Amazonen

Ja, diese Frauen sind wagemutige Kämpferinnen, anders kann ich es nicht bezeichnen Kati und Simone.
Simone ist inzwischen krebsfrei und bei Katharina hat die Chemo zu einer Glatze geführt. Die beiden wollten unbedingt zusammen auf ein Foto.

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Simone # 2

Simone war wieder bei mir im Studio.
Heute war sie ganz mutig, denn es war ein besonderes Shooting und ich bin so glücklich, dass ich diese Fotos machen durfte. Sie ist so eine schöne Frau und hat den Krebs besiegt!!.

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Maike

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Heute Vormittag stand sie plötzlich in meinem Studio – diese bildschöne Frau mit Glatze: Maike, 34 Jahre aus Rommerskirchen.

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Die gelernte Buchhändlerin ist heute Diplom-Verwaltungs-Betriebswirtin. Im Februar bekam sie die Diagnose Triple negativer BK. Inzwischen weiß sie, sie ist BRCA 1 positiv.

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Ihre Mutter erkrankte mit 36 Jahren erstmals und ist in 2009 nach der Zweiterkrankung, erst 63 Jahre alt, gestorben. Was für eine Geschichte, oder?

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Bei Maike war nach 16 Chemotherapien vor 2 Wochen Schluss, der 1,4 cm große Tumor verschwunden.

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Sie sieht toll aus, ist voller Energie und Leben. Sie hat so ein Funkeln in den Augen und ich kann nicht aufhören sie anzusehen und frage sie nach ihren „Superkräften“.

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Sie erzählt mir von den super blonden langen Haaren die sie hatte und, dass sie sich mit der Echthaarperücke nicht wohl gefühlt hat. Sie hat sich Eierstockgewebe entnehmen lassen und plant mit ihrem Freund eine Familie zu gründen auch wenn sie am 18.8. eine beidseitige, hautsparende Mastektomie mit gleichzeitigem Silikonaufbau bekommt.
Darauf freut sie sich, denn dann hat sie „endlich“ einen Busen – wir nennen es „Krankheitsgewinn“ und sie lacht. Sie freut sich darauf, dass sie in ein paar Monaten BH’s kaufen wird in Körpchengröße B oder C und erzählt von einer Freundin aus einer der Gruppen, die es im WWW gibt, und in denen sich betroffene Frauen austauschen und unterstützen. Diese Freundin kaufte sich neulich Unterwäsche in Cup C und ist glücklich mit ihrem neuen Busen.

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Maike erzählt von ihrer Liebe zu Irland, dass sie gerne fotografiert und neulich zum ersten mal gemodellt hat und sich auf keinen Fall besiegen lassen wird. Das glaube ich dieser kraftvollen und wunderschönen Frau ohne jeden Zweifel.

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Maike schreibt nach der Veröffentlich unseres Shootings folgendes :

Danke Beate, dass Du mir so eine schöne Zeit bereitet hast! Dass ich bei diesem tollen Projekt mitmachen konnte ist wirklich schön. Zum einen, bekommt man selber einen anderen Blick auf sich…. Zum anderen kann ich vielleicht einigen Frauen Mut machen. Man darf nicht vergessen: wir haben keine Grippe. Die Diagnose zu bekommen fühlt sich an, als würde man mit 180 gegen die Wand fahren. Sie verändert alles, für die Betroffenen, für die Angehörigen, für das ganze Umfeld. Auch ich hatte/habe ganz schwarze Tage, an denen die Angst mich völlig im Griff hat. Die Chemo ist wirklich kein Spaß. Oft dachte ich, dass ich das nicht packe, wollte nicht mehr hin, hab mich elend gefühlt. Ohne die Unterstützung von meinem Freund, seiner und meiner Familie und super Freunden hätte ich das alles nicht so geschafft. Und dabei hatte ich im Verhältnis zu manch anderer noch „Glück“ mit meinen Nebenwirkungen. Was ich aber gelernt habe ist, dass man nicht aufgeben darf und positiv nach vorne schauen muss. Auch der schlimmste Tag hat nur 24 Std.. Ich finde, dass das die Bilder zeigen! Ich bin dankbar, dass die Therapie bei mir bisher so gut verlaufen ist, denn ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.“

Simone

Luzie, der Schrecken der Straße war der Grund warum ihre 4 jährige Tochter heute den Namen Lucy trägt, erzählt mir Simone. Sie ist 33 Jahre alt und von Beruf Anwaltsgehilfin.

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Sie lebt in der Nähe von Aachen und geboren ist sie wie ich, im Bergischen Land. Sie in Elberfeld, ich in Wülfrath, doch dann hören unsere Gemeinsamkeiten schon auf.

20150804-fyc-024Simone ist der Typ Frau, der bei ihrem Gegenüber den Beschützer weckt, so zart und klein wie sie ist.

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Nachdem ihre Mutter 2014, mit 51 Jahren, an Eierstock-Krebs erkrankte, lies Simone den Gentest machen. Sie wollte wissen, ob sie in ihrem Erbgut, auf dem Chromosom 17, das Breast-Cancer-Gen 1 (BRCA1) hat.

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Noch bevor sie das Testergebnis in Händen hatte, entdeckte sie etwas in ihrer Brust und ging zum Arzt. Dort sagte man ihr sie sei zu „jung“ für Krebs, sie solle in ein paar Monaten wieder kommen. Richtig war, dass sie das nicht gemacht hat.

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Sie fand einen Arzt, der sie und ihre Befürchtungen ernst nahm und nach einer Stanzbiopsie wusste sie, sie hatte einen genetisch bedingten, 1.4 cm großen, sehr aggressiven Krebs.
Das zog ihr den Boden unter den Füßen weg.
Sie sagt, dass sie ihre Tochter aufwachsen sehen will, sie möchte deren Hochzeit erleben und Enkelkinder – sie ist eine Kämpferin und auf den Fotos, die ich von ihr mache, entdeckt sie, dass ihr der Besuch der Muckibude doch tatsächlich Muskeln einbringt. Darüber scheint sie sich wirklich zu freuen. Sie hat an dem Marathon-Lauf „Race for the cure“ teilgenommen. Ja, diese kleine zarte Frau ist stark, sehr stark und sehr beeindruckend.

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Nach der vierten Chemotherapie Behandlung ist der Krebs verschwunden. Doch es folgen weiter. Als wir uns unterhalten, hat sie 11 (elf) Chemotherapie Behandlungen durchlitten und nicht einen Tag im Bett verbracht. Das will sie ihrer kleinen Tochter nicht antun.
Inzwischen hat sie kein einziges Haar mehr an ihrem Körper und auch die inneren Haare, wie sie in der Nase und der Lunge vorhanden sind, scheinen ausgefallen zu sein.

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Als sie mein Studio verlässt, ist mir klar, diese Frau hat eine für mich nicht erfassbare Stärke. Sie nennt ihre Glatze „Fleischmütze“. Simone ist für mich eine weitere Heldin in diesem Kampf gegen den Krebs. Sie ist keineswegs so zart, wie sie auf den ersten Eindruck hin wirkt.

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Andrea

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Andrea ist 46 Jahre alt, verheiratet und hat keine Kinder. Sie war fröhlich und aufgeräumt als sie mit einer Freundin in mein Studio kam. Bei Andrea wurde im November 2014 Hormonell bedingter Brustkrebs diagnostiziert. Die befallene Stelle war 8 cm groß. Ihr wurde die befallene Brust komplett entfernt und Ende August 2015 hat sie ein OP zum Wiederaufbau einer neuen Brust. Andrea hatte eine Chemotherapie, in deren Folge sie die Haare verlor. Seit Februar 2015 trägt sie Glatze. Inzwischen wachsen die Haare wieder

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Als sie zu mir kam, trug Andrea ihre Perücke. Ihre Freundin sah sie auch erstmals ohne, als ich sie bat diese abzunehmen. Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie Haare ein Gesicht und somit die Frau verändern.

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Zum Vorschein kam eine andere Frau, ein Kobold, war mein Eindruck. Es klang glaubwürdig, dass sie manchmal nicht weiß wohin mit ihrer Energie. Sie beschäftigt sich gerne mit Möbeln und streicht diese auch. Problematisch findet Andrea ihre Ohren. Die ihr nun, da sie keine Haare mehr hat, irgendwie zu groß waren und abstehen würden.

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Und dann packte sie einen Hut aus.

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Andrea hat mir heute geschrieben:

Ich bin durch die Zeitschrift „Mama Mia“ auf Beate Knappe und Ihr Projekt aufmerksam geworden.Es hat mich sehr neugierig gemacht, und wollte nicht mehr aus meinem Kopf. Ich habe sehr lange überlegt ob ich Sie kontaktiere und mich traue, aber da dachte ich: „ egal, ich mach das, ich mach das für mich..“ und es war eine echt tolle Erfahrung und die richtige Entscheidung. Ich habe soviel tolle Resonanz zu den Fotos bekommen, was mir sehr viel Selbstbewusstsein und Stärke in der Zeit gab.
Ich bin Beate sehr dankbar für dieses Projekt und wünsche Ihr und den Unterstützern eine tolle Ausstellung und das damit viele Frauen erreicht werden und Sie alle sehen, Sie sind damit nicht allein.
Mein Lieblingsspruch:

      Nimm dir Zeit für die Dinge die dich glücklich machen.

Ulla

Das ist Ulla, 41, 177 cm lang. Sie hat zwei Kinder und einen „Lebensgefährten“. Den sie jedoch, wie sich im Laufe des Gesprächs herausstellt, bereits geheiratet hatte, es ist also ihr Ehemann. Wenn sie die Geschichte seines Heiratsantrages erzähl, ist das zum neidisch werden, ehrlich. Es war in Ennigerloh auf dem Mettwurst Markt.
Im März 2015 meinte sie einen Knoten zu ertasten und es stellte sich raus, dass es sich um einen sehr schnell wachsenden Krebs in ihrer Brust handelte. Aus diesem Grund bekommt Ulla, wie sie es nannte, das „volle Programm“ und dass ist erfolgreich, denn der 2 cm große Krebs ist bereits um 2 mm geschrumpft.

Für Ulla ist das Glas immer halb voll und, wenn es ihr gut geht, geht sie zur Arbeit. Sie ist Schulsekretärin und das macht ihr großen Spaß. Ulla lacht gerne und viel und sie strahlt immer, sie ist halt eine Frau die geliebt wird.

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Auf Facebook hat sie folgendes geschrieben:
Beate, in deinem Artikel zu diesem Projekt hast du unter anderem geschrieben, das du Frauen, die ihr Haar durch eine Chemotherapie verloren haben, zeigen willst, das sie trotzdem „weiblich“ sind… und genau das hast du mir in dem Shooting gegeben! Dafür bin ich sehr dankbar! 
Es sind genau solche Situationen, Momente, Begegnungen, Gespräche, Facebook – Kommentare und Gefällt-mir-Klicke, auch das unsichtbare Zunicken, derer, die nicht genau wissen wie sie reagieren sollen und tatsächlich auch das Erkennen der eigenen Stärke, was einem Kraft schenkt.“

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Ulla’s Worte haben mich tief berührt. Als ich mit dem Projekt anfing hatte ich die Idee, den betroffenen Frauen etwas geben zu können. Das es mir tatsächlich gelungen ist macht mich sehr dankbar!

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Renate – update

Die erste Chemo hatte sie bereits. Und in dieser Woche bekommt sie die zweite. Renate hat angefangen ihre Geschichte, ihre Gefühle, all das, was eine Frau in ihrer Situation beschäftigt, in einem Blog aufzuschreiben. Sie nennt es SelbstTherapie. Sie beeindruckt mich immer wieder. Hier kommen aktuelle Fotos, denn die wenigen Haare, die sie hat stehen lassen, fallen nun auch aus.

Renate – go girl!!

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Otmar Steinbicker:

Als seit 27 Jahren durch Chemotherapie geheilter Krebspatient wünsche ich allen Kolleginnen den mir gegönnten Erfolg. Ich bewundere ihren Mut, sich dieser Krankheit offensiv zu stellen. Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass ein offensiver Umgang mit dieser Krankheit die Erfolgschancen erhöht. In diesem Sinne wünsche ich allen ein gutes Gelingen! Ich freue mich sehr, dass Du, liebe Beate diesen Prozess mit Deinen besonderen fotografischen Fähigkeiten unterstützt.